Alois Prinz

Ulrike Meinhof – lieber wütend als traurig

Fr, 08.03.2019, 10.30 Uhr / ab ca. 14 Jahren

Genre: Werkstattgespräch (ab 9. Schulstufe)

Veranstalter: Junges Literaturhaus

Eintritt: 3 Euro

Alois Prinz hat sich gründlich mit Ulrike Meinhof beschäftigt und gibt seiner Biografie den Titel „Lieber wütend als traurig“. Denn das schien Ulrike Meinhof zu sein. Wütend, dass aus der Geschichte nichts gelernt worden ist, dass schon in den 50er Jahren ein erneutes (atomares) Wettrüsten beginnt, dass die Schrecklichkeiten des gerade erst überwundenen Nationalsozialismus viel zu wenig aufgearbeitet werden, dass sich Deutschland in ein Machtgefüge lenken lässt, das mit neuen sozialen Ungerechtigkeiten, Kriegsgefahren und menschenverachtenden Strukturen verbunden ist. Doch auch Meinhofs persönliche Enttäuschungen – vor allem in ihrer Ehe – zeigt uns Prinz; und wie eine Mutter aus mehreren Gründen beginnt, politische Ziele über ihr eigenes, vor allem aber auch über das Wohl ihrer Kinder zu stellen. Alois Prinz studierte Germanistik, Politologie, Philosophie und Kommunikations-wissenschaften. Parallel dazu absolvierte er eine journalistische Ausbildung und promovierte 1988 mit einer Arbeit über die 68er Studentenbewegung und ihren Einfluss auf die Literatur. Er schrieb Bücher über Hesse, Kafka, Georg Forster, Hannah Arendt und erhielt mehrere Auszeichnungen und Preise, u.a. den Rosenheimer Literaturpreis für sein Gesamtwerk und den Deutschen Jugendliteraturpreis und 2017 den Großen Preis der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur.