John Wray

Gotteskind

Mo, 04.02.2019, 19.30 Uhr

Genre: Lesung & Gespräch (engl./dt.)

Veranstalter: Verein Literaturhaus

Eintritt: € 10/8/6

© Ali Smith

Der US-amerikanisch-österreichische Schriftsteller John Wray gilt als außergewöhnliches Erzähltalent, 2017 wurde er beim Bachmann-Preis ausgezeichnet. Über seinen jüngsten Roman schrieb die angesehene FAZ: „Wray spielt in einer Liga mit Schwergewichten des popkulturellen Zeitreiseromans wie Thomas Pynchon, David Mitchell und Haruki Murakami“. Jetzt stellen wir den neuen, spannenden Roman „Gotteskind“ (Rowohlt, 2019, Übersetzung: Bernhard Robben) vor – inspiriert von der Geschichte des „amerikanischen Taliban“ John Walker Lindh. Moderation: Wolfgang Görtschacher.

In „Godsend“ (orig. 2018) untersucht John Wray die Umstände, die einen jungen Amerikaner dazu bringen können, seine Identität aufzugeben, um zu einem Islamisten zu werden. Bei Wray heißt die Heldin Aden Sawyer. Sie ist 18 und hat einen Plan: Sie will weg, weg vom klaustrophobischen Haus ihrer Mutter, wo Familienfotos zur Wand gedreht sind, weg vom Einfluss des dominanten Vaters, um in Peschawar in Pakistan in einer Medrese den Islam zu studieren. Mit Hilfe eines Freundes organisiert sie die heimliche Flucht, verbrennt ihren Pass, verkleidet sich als junger Mann und gerät in größte Gefahr. Denn der Weg zur Erlösung ist lang und steinig – und führt direkt in die Kriegswirren Afghanistans.

John Wray, geboren 1971 als John Henderson in Washing­ton D.C., als Sohn eines amerikanischen Vaters und einer österreichischen Mutter. Er studierte in den USA und Wien, trat als Rockmusiker auf und lebt heute als freier Autor in Brooklyn und Kärnten. 2001 erschien sein erstes Buch, 2007 wählte ihn das Literaturmagazin „Granta“ unter die zwanzig besten jungen US-Autoren. Zuletzt erschien der Roman „Das Geheimnis der verlorenen Zeit“ (2017).

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