Dalibor Markovic , Mieze Medusa , Anna-Lena Obermoser , Mario Tomic

Slam Oida!

Do, 17.01.2019, 19.30 Uhr

Genre: Poetry Slam Show

Veranstalter: Verein Literaturhaus

Eintritt: € 10/8/6

Mieze Medusa © Sabine Pichler
Dalibor Markovic © Ken Yamamoto

Slam Poetry goes Literaturhaus! Ein Abend mit vier auffällig-poetischen Performance-Autor*innen: Mieze Medusa, Dalibor Marković sowie Anna-Lena Obermoser und Mario Tomic als Slam-Team „Fett & Zucker“.

 

Die Poetry Slam-Szene steht mit ihren performativen Elementen zwischen Literatur, Theater, Rap und Kabarett. Spoken Word ist als idealtypische neue literarische Gattung mit hohem Mündlichkeitsanteil die innovative Seite der Slam Poetry. Hier werden mündliche Traditionen aufgegriffen und – stark rhythmisiert – neue popkulturelle Einflüsse verdichtet.

 

Mieze Medusa ist Mama Slam in Österreich. Sie veranstaltet Poetry Slams in ganz Österreich und tritt international mit ihren Texten auf. Zusätzlich zu ihren Slam-Aktivitäten veröffentlicht sie Romane und Erzählbände und erarbeitet Veranstaltungsformate, die über Poetry Slam hinausgehen. Die Liebe zum Rap ist in allen Text spürbar. Ihre Texte sind bildhaft, sprachmächtig, stilistisch souverän und immer im Flow. Miezes Slamtexte sind im Band „Alles außer grau – Texte to go“ (Milena Verlag, 2016) zu finden.

 

Dalibor Marković, Künstler mit Mikrofonshintergrund, ist einer der wichtigsten Vertreter der deutschsprachigen Spoken-Word-Poesie. Einzigartig verbindet er Lyrik mit Beatboxing und sucht den Zusammenhang von Sprache und Identität. Er verfasst Gedichte für die Bühne, die Denkräume eröffnen, mit Dialogen und Soundelementen arbeiten, erzählerische Passagen enthalten, aber sich generell vorhandene Rhythmen und Formen aneignen. Zuletzt erschien Dalibors Gedicht-Sammlung „Und Sie schreiben auf Deutsch?“ (Voland & Quist, 2016).

 

Anna-Lena Obermoser sammelt Pathospatronen und bastelt daraus Spoken-Word-Bomben. Ihre Texte sind ehrlich und selbstreflektiert, ihre Performances intensiv, ihre Stimme trägt den Blues. Seit 2011 slammt die Salzburgerin, 2015 wurde sie zur österreichischen U20-Poetry-Slam-Championesse gekürt. Die Bühnenpoetin engagiert sich für die Slam Alphas, eine internationale Plattform, die für eine stärkere Vernetzung und Repräsentation von Frauen auf Slambühnen eintritt, und leitet das U20-Netzwerk in Graz.

 

Mario Tomic bezieht seine poetische Kraft aus dem Subkulturellen. Als Slammer wie als steirischer Veranstalter (z.B. des legendären Hörsaal-Slams) ist er aus der Szene nicht wegzudenken. Seine Bandbreite reicht von engagierten Spoken- Word-Texten bis zu hart-lustiger Pointen-Prosa. Selbst beschreibt er sich so: „Der Tomic lebt und liebt und freut sich, dass er zu beidem fähig ist. Sonst das Übliche: schreiben gelernt, vorm Krieg geflohen, abgeschoben worden, nochmal zurückgekommen, und jetzt bin ich da und jetzt find dich damit ab.“