Was kann Literatur? Was Literatur kann!

Di, 23.10.2018, 19.30 Uhr

Genre: Lesungen & Diskussion

Veranstalter: Verein Literaturhaus im Rahmen des Projekts „mitSprache“ der österreichischen Häuser der Literatur: Alte Schmiede, ÖGL (beide Wien), Felder-Archiv Bregenz sowie die Literaturhäuser Innsbruck, Graz, Klagenfurt, Linz, Mattersburg, Salzburg und Wien mit Unte

Eintritt: € 10/8/6

Am 23. Oktober findet in den österreichischen Häusern der Literatur der Aktionstag #WasKannLiteratur statt. Parallel dazu wird auf Plakaten, Postkarten, Inseraten und online etc. für Literatur geworben und die Frage gestellt: Was kann Literatur? Antworten können per Post, Facebook, Twitter oder www.mit-sprache.net gegeben werden. Aus den ausgewerteten Ergebnissen entstehen Schreibaufträge für Autor*innen – und eine Diskussion über den Stellenwert der Literatur.

Der Aktionstag wird im Literaturhaus Salzburg einerseits durch einen geschlossenen Lehrerfortbildungsworkshop begangen, andererseits findet abends eine öffentliche Veranstaltung statt, bei der vier österreichische Autor*innen ihre heuer erschienenen Debütromane vorstellen und über die Frage „Was kann Literatur?“ diskutieren. Moderation: Alexandra Kriechhammer, Karin Buttenhauser, Ines Schütz und und Karl Müller.

In ihrem Debütroman „Als wir das Lügen lernten“ (Karl Rauch Verlag, 2018) erzählt Ilinca Florian aus der Sicht eines 6-jährigen Mädchens von einem unbeschwerten Sommer Ende der 1980er Jahre am Schwarzen Meer. Mit der Rückkehr nach Bukarest ziehen aber die Sorgen des sozialistischen Alltags wieder ein. Und über allem schwebt die Frage: Gehen oder bleiben?

Ilinca Florian, geboren 1983 in Bukarest, in Österreich aufgewachsen, lebt in Berlin. Sie hat Theater gespielt und arbeitet als Werbetexterin und Drehbuchautorin. Der mit Regisseur Tom Lass entwickelte Film „Blind und hässlich“ wurde 2017 ausgezeichnet.

In ihrem Debütroman „Sommernachtsreigen“ (Verlag Voland & Quist, 2018) erzählt Anna Herzig eine Dreiecksgeschichte über eine Ehe, eine Affäre, das Schicksal und das Glück. Eine sitzengelassene Frau fliegt nach Istanbul und schreibt die Geschichte von zwei Männern und einer Frau auf, die am Ende mehr teilen, als wir uns auszumalen wagten.

Anna Herzig, geboren 1987 als Tochter eines Ägypters und einer Kanadierin in Wien, lebt seit diesem Sommer in der Stadt Salzburg. Nach mehreren digitalen Veröffentlichungen (z.B. „Der Tod kann warten“, Thriller, 2005) liegt nun ihr erster gedruckter Roman vor.

In ihrem Debütroman „Bis ans Ende, Marie“ (Verlag Kremayr & Scheriau, 2018) erzählt
Barbara Rieger die Geschichte einer merkwürdigen Freundschaft –  zwischen Nähe und Distanz, Verstörung und Machtspiel. Die Mutter hysterisch, der Vater medikamentenabhängig, der Schwarm unerreichbar – der Ich-Erzählerin bleibt nur die extrovertiert-beliebte Marie.

Barbara Rieger, geboren 1982 in Graz, lebt als Autorin und Schreibpädagogin in Wien. Gemeinsam mit Alain Barbero betreibt sie den trilingualen Literatur- und Fotoblog „Café Entropy“, aus dem das Buch „Melange der Poesie“ hervorgegangen ist.

Bruno Schernhammers Erstlingsroman „Und alle winkten. Im Schatten der Autobahn“ (Verlag der Theodor Kramer Gesellschaft, 2018) geht von Fakten aus. Geschildert wird u.a. die Begeisterung einer im österreichischen Ständestaat orientierungslosen Jugend für den Bau der Reichsautobahn in der NS-Zeit und das Leben und Sterben der Zwangsarbeiter.

Bruno Schernhammer geboren 1957, aufgewachsen in OÖ. Arbeit in der Stahlindustrie, in den 1980ern Herausgeber der Zeitschrift „Breitmaulfrosch“. Lebt in Wien, ist im arbeitsmarktpolitischen Feld tätig und publiziert wissenschaftliche Texte.

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