Erich Hackl

Am Seil. Eine Heldengeschichte

Do, 20.09.2018, 19.30 Uhr

Genre: Lesung & Gespräch

Veranstalter: Verein Literaturhaus

Eintritt: € 10/8/6

© Maurice Haas, Diogenes-Verlag

Ein neuer Hackl ist da! Der bekannte österreichische Schriftsteller stellt sein Buch „Am Seil. Eine Helden­geschichte“ (Diogenes Verlag, 2018) vor – in Lesung und Gespräch mit Ines Schütz.

Wie es dazu kam, dass der wortkarge Kunsthandwerker Reinhold Duschka in der Zeit des Naziterrors in Wien zwei Menschenleben rettete. Wie es ihm gelang, die Jüdin Regina Steinig und ihre Tochter Lucia 4 Jahre lang in seiner Werkstatt zu verstecken. Wie sie zu dritt, an ein unsichtbares Seil gebunden, mit Glück überlebten. Und warum uns diese Geschichte so nahegeht. Diese Erzählung gäbe es nicht ohne das Versprechen, das Lucia Heilman sich selbst gegeben hat: den passionierten Bergsteiger Reinhold Duschka (1900–1993) zu würdigen, der sie und ihre Mutter vor der Deportation in ein nazideutsches Vernichtungslager bewahrt hat. 

Auf Lucias Erinnerungen gestützt, spannt Erich Hackl einen weiten Bogen von einer Zeit, „in der Männer noch beste Freunde und Frauen beste Freundinnen hatten“, über die Jahre im Versteck bis in die Gegenwart. In Hackls genauer Sprache werden nicht nur Retter und Gerettete lebendig – sie zwingt uns auch, die Aktualität dieser Geschichte zur Kenntnis zu nehmen in einem Europa, in dem mehr denn je Zivilcourage gefragt ist.

Erich Hackl, geboren 1954 in Steyr, lebt als freier Schriftsteller, Übersetzer und Herausgeber in Wien und Madrid. Seinen Erzählungen, die in 25 Sprachen übersetzt sind, liegen authentische Fälle zugrunde. Die Bücher „Auroras Anlaß“ (1987) und „Abschied von Sidonie“ (1989) sind Schullektüre. Vielfach ausgezeichnet, erhielt er zuletzt 2017 den Menschenrechtspreis des Landes Oberösterreich.