Karl-Markus Gauß , Jelena Volic

Vaterländer, Muttersprachen

Mi, 06.06.2018, 19.30 Uhr / Europa der Muttersprachen

Genre: Im Gespräch mit Tomas Friedmann

Veranstalter: Verein Literaturhaus mit Unterstützung des Salzburg Centre of European Union Studies

Eintritt: € 10/8/6

© Marco Riebler
© Nathan Beck

Das Festival „Europa der Muttersprachen“ beschäftigt sich 2018 unter dem Titel „Games Without Frontiers?“ mit Grenzen & Chancen in Europa. Entwickelt sich der europäische Kontinent Richtung Vaterländer oder Richtung Muttersprachen? Brauchen wir die Vereinigten Staaten von Europa oder ein Europa der Regionen? Wie sinnvoll ist eine EU der zwei Geschwindigkeiten – mit einem ökonomisch starken Kerneuropa und dem Rest?

Der österreichische Intellektuelle Karl-Markus Gauß hat sich in Essays immer wieder mit Minderheiten auseinandergesetzt. Dabei überwindet er imaginäre Grenzen zwischen Ost und West, um einen Kontinent zu erkunden, der vielen unbekannt ist. Im Gespräch mit der in Belgrad und Berlin lebenden serbischen Autorin und Wissenschafterin Jelena Volić diskutiert der Salzburger Schriftsteller über Grenzen und Chancen in Europa. Das Gespräch moderiert Tomas Friedmann.

Jelena Volić, geboren in Belgrad, lehrt dort Neuere Deutsche Literatur- und Kulturgeschichte. Sie ist Mitarbeiterin diverser Foren, die sich mit Serbien im europäischen Einigungsprozess befassen, und schreibt gemeinsam mit dem Berliner Autor Christian Schünemann politische Kriminalromane, zuletzt „Maiglöckchenweiß“ (2017).

Karl-Markus Gauß, geboren 1954 in Salzburg, wo er als Schriftsteller, Literaturkritiker und Herausgeber der Zeitschrift „Literatur und Kritik“ lebt. Schreibt Essays und hat viele Bücher veröffentlicht, zuletzt „Zwanzig Lewa oder tot. Vier Reisen“ (2017). Zahlreiche Auszeichnungen, jüngst Jean-Améry-Preis 2018.