Petra Morzé , Robert Reinagl

Musagerie „Und eh´s man sich’s versieht ...“

Mi, 23.05.2018, 19.30 Uhr / ORF Salzburg, Nonntaler Hauptstr. 49d

Genre: Szenische Lesung & Podiumsdiskussion

Veranstalter: TRIFOLIATA. Künstlerische Positionen zur Wissenschaft (Nadja Kayali, Marie-Therese Rudolph, Roman Tronner) in Kooperation mit dem Österreichischen Juristentag, dem ORF Salzburg und dem Literaturhaus Salzburg im Rahmen des Gedenkjahres 2018

Eintritt: frei

„Das übertraf alle meine Vorstellungen. Alles, was ich bisher an kleiner und großer Korruption in diesen Konzentrationslagern gesehen hatte. Deshalb fuhr ich, so schnell ich konnte, nach Auschwitz, um die Untersuchungen an Ort und Stelle zu führen.“ Deutschland 1943: Der SS-Richter Konrad Morgen untersucht Korruptionsfälle in Konzentrationslagern und macht eine erschreckende Entdeckung. Sie zwingt ihn, über Grenzen und Spielräume juristischen Handelns in einem Unrechtssystem nachzudenken. Die szenische Umsetzung von originalen Gerichtsakten und Briefen basiert auf dem Sachbuch „Weil ich nun mal ein Gerechtigkeitsfanatiker bin“ von Herlinde Pauer-Studer und J. David Velleman (Suhrkamp 2017), Textfassung und Regie stammen von Nadja Kayali.

Im Anschluss an die szenische Lesung von Petra Morzé und Robert Reinagl diskutieren am ORF-Podium Herlinde Pauer-Studer (Autorin des Buches über Konrad Morgen), Clemens Jabloner (Institut für Rechtsphilosophie der Universität Wien) und Nadja Kayali (Dramatisierung). Moderation: Christoph Takacs (Landesdirektor ORF Salzburg).