Mareike Fallwickl , Rhea Krčmářová , Mario Schlembach , Cordula Simon

Achtung Literatur! Neue Bücher österreichischer Autor*innen

Mo, 12.03.2018, 19.30

Genre: Buchpräsentationen mit Lesungen & Gesprächen

Veranstalter: Verein Literaturhaus

Eintritt: € 10/8/6

Mareike Fallwickl ©Gyöngyi Tasi
Rhea Krcmárová ©detailsinn.at
Mario Schlembach ©Vilma Pflaum
Cordula Simon ©Bibi Stift

Neue Bücher haben es am Buchmarkt meist nicht leicht. An diesem Abend werden in vier Kurz-Lesungen und moderierten Gesprächen Neuerscheinungen österreichischer Autor*innen vorgestellt: drei Romane sowie ein Erzählband. Moderation: Cay Bubendorfer, Karin Buttenhauser und Anton Thuswaldner.

Mareike Fallwickl „Dunkelgrün fast schwarz“ (FVA): Raffael und Moritz sind seit ihrer Kindheit unzertrennliche Freunde. Mit dem Auftauchen von Johanna weitet sich die Freundschaft zu einem Dreieck. Jahre später bricht die Vergangenheit mit allem bisher Ungesagten mit voller Wucht über die drei herein. Mareike Fallwickl erzählt von Schatten und Licht, von Verzweiflung und Sehnsucht, von Verrat und Vergebung – und von Liebe.

Mareike Fallwickl, geboren 1983 in Hallein bei Salzburg, lebt in Hof. Freie Lektorin und Texterin, schreibt eine wöchentliche Kolumne und betreibt einen Literaturblog. Buch: „Auf Touren“ (2013).

Rhea Krčmářová „Böhmen ist der Ozean“ (K&S, 2018): Wasser schlängelt sich durch dieses Buch – und durch die Orte Böhmens, als wären es Inseln. Mal tritt es über die Ufer, mal verschluckt es Land und Leute. Rhea Krčmářová erzählt in ihren musikalisch-vielstimmigen Geschichten von Spuren, die der Kommunismus hinter dem Eisernen Vorhang hinterlassen hat. Emigration und Sprachverlust machen die Figuren zu Suchenden: nach der eigenen Herkunft, nach einem Stück Heimat.

Rhea Krčmářová, geboren 1975 in Prag, emigrierte als Kind nach Österreich, lebt als Autorin, Journalistin, Übersetzerin, Künstlerin in Wien und tritt mit Performances auf. Buch: „Venus in echt“ (2014).

Mario Schlembach „Nebel“ (Otto Müller, 2018):
Die Nachricht vom Tod seines Vaters führt einen Mann zurück an den Herkunftsort. Ohne Mutter aufgewachsen, hat er Stunden am Friedhof verbracht, den Vater bei seiner Arbeit beobachtend. Jetzt schaufelt er ihm sein Grab und tritt seine Nachfolge als Totengräber an. In mitreißendem Gedankenstrom erzählt der Autor von einem Menschen, dessen Blick auf den Tod gerichtet ist und für den Leben als Sehnsuchtsort erscheint.

Mario Schlembach, geboren 1985 in Hainburg, aufgewachsen als Bauernsohn neben dem Lagerfriedhof Sommerein (NÖ), lebt als Autor und Künstler in Wien. Arbeitete u.a. als Bestattungshelfer, Buchhalter, Lokalreporter, Postler, Totengräber, für Theater, Film und Hörspiel. 2017 erschien sein Roman „Dichtersgattin“.

Cordula Simon „Der Neubauer“ (Residenz, 2018):
Schlechten Menschen geht es immer gut! Mit diesem Motto hat sich der Erzähler zum bewunderten Mittelpunkt einer gelangweilten Oberschicht-Clique gemacht. Keiner weiß, dass er von einer außergewöhnlichen Gabe lebt: Alkohol macht ihn zum Gedankenleser. Der Hochstapler und unwiderstehliche Improvisationskünstler findet seine Liebe und verstrickt sich in ein Lügennetzwerk – bis der Neubauer auftaucht ...

Cordula Simon, geboren 1986 in Graz, lebt nach Aufenthalten in Odessa als Autorin und Koordinatorin der Jugend-Literatur-Werkstatt in Graz. Publikationen in Literaturzeitschriften, LCB-Stipendiatin, Literaturpreise etc. Romane: „Der potemkinsche Hund“ (2012), „Ostrov Mogila“ (2013) und „Wie man schlafen soll“ (2016).