Xiaolu Guo

Es war einmal im fernen Osten

Mi, 17.01.2018, 19.30

Genre: Lesung & Gespräch (engl./deut.)

Veranstalter: Verein Literaturhaus

Eintritt: € 8/6/4

Xiaolu Guo ist Chinesin, preisgekrönte Filmemacherin und Schriftstellerin. 2002 ging sie nach London. Ihre Bücher sind in 27 Sprachen übersetzt, sechs Romane sind auch auf Deutsch erschienen. Jetzt kommt die Autorin erstmals nach Salzburg und stellt ihren neuen Roman vor: „Es war einmal im Fernen Osten. Ein Leben zwischen zwei Welten“ (Knaus Verlag, 2017; orig. „Once Upon a Time in the East. A Story of Growin Up“, übersetzt von Anne Rademacher). Moderation: Sarah Herbe. Deutsche Lesung: Christiane Warnecke.

Über ein Jahrzehnt nach ihrer Ankunft im Westen schreibt die chinesische Künstlerin Xiaolu Guo radikal ehrlich über ihr Leben, das einem Griff nach den Sternen gleicht. Geboren als Tochter überzeugter Mao-Anhänger, wächst sie in einer ärmlichen Fischerhütte auf, bevor sie in eine rasant wachsende Industriestadt kommt. Früh will sie dem stumpfsinnigen Leben der Eltern entkommen. Mit eisernem Willen schafft sie die Filmhochschule in Peking, wo sie mit den dunklen Seiten der Moderne konfrontiert wird: Zensur, Zwang zur Konformität, Anfeindungen wegen feministischer Überzeugungen. 2002 verlässt Xiaolu China und zieht nach London. Auch hier geht ihr Kampf um Anerkennung weiter.

Xiaolu Guo, geboren 1973 in einem Fischerdorf, wuchs in einer südchinesischen Kleinstadt auf und ist heute eine der wichtigsten Stimmen ihrer Generation. 2002 ging sie nach London und wurde erfolgreiche Autorin und Regisseurin für Spiel- und Dokumentarfilme. 2009 gewann sie beim Filmfestival von Locarno den Goldenen Leoparden für „She, a Chinese“. 2013 gelang ihr der Sprung auf die „Granta’s List of Best Young British Novelists“.