Alle Freiheit der Satire!? Humor und Extremismus im Kontext von kollektiven Kränkungen

Fr, 17.11.2017, 19.30 / ARGEkultur, Ulrike-Gschwandtner-Str. 5

Genre: Podiumsdiskussion

Veranstalter: FriedensBüro Salzburg, Open Mind Festival mit Unterstützung des Vereins Literaturhaus

Eintritt: frei

© Bojan Novic

Im Rahmen des Symposiums „Kollektive Kränkungen“ – von 17. bis 18. November 2017 in der ARGEkultur – diskutieren an diesem Abend der Karikaturist Gerhard Haderer (Linz), der Satiriker Youndes Al-Amayra (Berlin) und die Philosophin und Autorin Isolde Charim (Wien) unter dem Titel „Alle Freiheit der Satire!?“ über Humor und Extremismus. Moderation: Elisabeth Klaus (Salzburg).

Humor ist ein ambivalentes Mittel, um sich mit kollektiven Kränkungen auseinanderzusetzen. Zum einen gelingt es damit vor allem im pädagogischen Kontext, moralisierende und allzu belehrende Zugänge in den Hintergrund zu drängen und quer verlaufende, kreative Ansätze zu ermöglichen. Zum anderen sind gerade nach den terroristischen Anschlägen der letzten Jahre Meinungsfreiheit und die Freiheit des künstlerischen Ausdrucks zunehmend zu gefährdeten Gütern geworden, die es zu verteidigen gilt.

Humor und Satire treffen aber immer wieder auch auf zentrale Elemente von kollektiven Kränkungen, mögen diese irrational oder gut begründet sein; von den Auseinandersetzungen um den sogenannten Karikaturenstreit in Dänemark über die Reaktion der türkischen Regierung auf die „Böhmermann-Affäre“ bis zu den tödlichen Anschlägen auf das Satiremagazin „Charlie Hebdo“ zeigen sich unterschiedlich heftige Reaktionen, denen gemeinsam ist, dass sie auf kollektiven Kränkungen basieren oder zumindest mit diesen begründet werden.

Die Frage, was Humor und Satire soll, muss und darf, ist daher von einer äußerst aktuellen gesellschaftlichen Brisanz. Aufgrund ihrer Ambivalenz bedarf es dabei gleichermaßen differenzierender wie provokanter Fragestellungen und Antworten.

Programm:www.openmindfestival.at