Bachtyar Ali

Die Stadt der weißen Musiker

Mo, 13.11.2017, 19.30

Genre: Lesung (kurdisch/deutsch) & Gespräch

Veranstalter: Verein Literaturhaus

Eintritt: € 10/8/6

Bachtyar Ali ist einer der bekanntesten zeitgenössischen Schriftsteller und Poeten des autonomen irakischen Kurdistan, seit Mitte der 1990er Jahre lebt er in Deutschland. Nach seinem aufsehenerregenden Romandebüt „Der letzte Granatapfel“ (2016) erscheint nun wieder im Unionsverlag der neue Roman „Die Stadt der weißen Musiker“ (2017, übersetzt von Peschawa Fatah und Hans-Ulrich Müller-Schwefe). Moderation: Petra Nagenkögel. Deutsche Lesung: Michael Kolnberger.

Als  man dem kleinen Dschaladat die Flöte zum ersten Mal in die Hand drückt, entlockt er ihr sofort Klänge, die alle verzaubern. Der alte Sufi Ishaki Lewzerin nimmt ihn und seinen Freund in die Berge mit, um sein geheimes Wissen weiterzugeben. Mit beginnendem Krieg wandern die drei Flötisten von Dorf zu Dorf. In einer riesigen, namenlosen Stadt der Bordelle muss Dschaladat in einer Tanzkapelle seine ganze Kunst des Flötenspiels wieder verlernen, um nicht aufzufallen. Das rätselhafte Mädchen Dalia beschützt ihn, weiht ihn ein in ihre Geheimnisse und führt ihn auf einen Weg in die Tiefen seines Landes, der unsere Vorstellungskraft übersteigt. Der monumentale, wunderbare Roman führt die Leser*innen in eine Welt, in der der Tod allgegenwärtig ist und die Künste ungeahnte Rettung bringen.

Bachtyar Ali, geboren am 8. August 1966 in Sulaimaniya (Nordirak), lebt in Deutschland. 1983 geriet er durch sein Engagement in den Studentenprotesten in Konflikt mit der Diktatur Saddam Husseins. Er brach sein Geologiestudium ab, um sich der Poesie zu widmen. Sein erster Gedichtband „Gunah w Karnaval“ (Sünde und Karneval) erschien 1992. Sein Werk umfasst Romane, Gedichte und Essays. 2017 wurde er mit dem Nelly-Sachs-Preis ausgezeichnet.