Margret Kreidl , Elke Laznia , Dalibor Markovic , Gina Mattiello , Leonard Nolens , Tom Schulz

Poesie-Nacht 2017

Mi, 24.05.2017, 19.30 Uhr

Genre: Lyrik, Kurzfilme & Live-Musik

Veranstalter: Verein Literaturhaus

Eintritt: € 10/8/6

Elke Laznia © E. Resl
Dalibor Markovic © Ken Yamamoto
Tom Schulz © Harald Krichel
Gina Mattiello © Hans Klestorfer

Poesie bezeichnet nicht nur eine bestimmte Textgattung, im übertragenen Sinn steht der Begriff für eine bestimmte Qualität. So versteht man etwa unter einem „poetischen Film“ ein Werk, das sich der Alltagssprache entzieht und eine besondere, tiefere, stillere Wirkung entfaltet, die über den Verstand hinaus die Gefühlsebene anspricht. In der Poesie-Nacht 2017 passiert genau das – in sechs Autor*innen-Lesungen, Musik und erstmals mit Kurzfilmen. Moderation: Ines Schütz, Anton Thuswaldner und Tomas Friedmann.

Die Poetry-Filme stammen aus der Selektion ON TOUR des Art Visuals & Poetry Film Festival Vienna 2015. Sigrun Höllrigl schreibt alle 2 Jahre internationale Poesiefilm-Wettbewerbe aus. Die besten Filme werden im Rahmen des Wiener Poetry Film Festivals präsentiert und gehen auf Tour. Nun ist eine Auswahl auch in Salzburg zu sehen. Gezeigt werden Kurzfilme von Rüdiger Rohde, Clara Wieck, Deborah Uhde, Valerie Fritsch/Matthias Zuder und Hanna Thomschke.

Margret Kreidl, geboren 1964 in Salzburg, lebt als Autorin von Theaterstücken, Hörspielen, Gedichten, Libretti und Prosawerken in Wien. Zuletzt erschien das Buch „Zitat. Zikade. Zu den Sätzen“ (Edition Korrespondenzen, 2017) mit Gedichten, Listen, Selbstgesprächen, Versuchsreihen und Kurzessays. Der Band verbindet das Biografische mit Ästhetischem und ist ein Gespräch mit Lebenden und Toten.

Elke Laznia, geboren 1974 in Klagenfurt, lebt seit 1994 in Salzburg, wo sie auch studierte. Seit 2011 freie Autorin. 2014 erschien ihr Romandebüt „Kindheitswald“, ein intensives Sprachkunstwerk. Auch „Salzgehalt. Dichtungen“ (Müry Salzmann, 2017) changiert zwischen Lyrik und Prosa und überzeugt mit überraschend neuen und zugleich ins Archaische reichenden Bildern.

Dalibor Markovic, geboren 1975 in Frankfurt am Main, wo er als Dichter, Beatboxer und Spoken-Word-Lyriker lebt. 2014 gewann er die deutschsprachige Poetry-Slam-Meisterschaft in Dresden. 2016 erschien der Gedicht-Band „Und Sie schreiben auf Deutsch?“ (Verlag Voland & Quist). Zuletzt trat er beim Fest „25 Jahre Literaturhaus“ in Salzburg auf und begeisterte das Publikum.

Gina Mattiello, geboren in Wien, wo sie als Schauspielerin, Stimmperformerin, Kuratorin und Autorin lebt. Ihr künstlerischer Fokus liegt zwischen Theater und Neuer Musik. Sie realisierte zahlreiche Uraufführungen und initierte das „e_may Festival für neue und elektronische Musik“. 2015 erschien ihr erster Lyrikband „Zikadengesänge“ (Edition art science), außerdem schreibt sie für Theater und Film.

Leonard Nolens, geboren 1947 in Bree, lebt als bedeutender flämischer Dichter, Tagebuchschreiber und Übersetzer in Antwerpen. Seit seinem ersten Lyrikband (1969) veröffentlichte er zahlreiche ausgezeichnete Bücher mit Gedichten – oft zum Thema Liebe und Identität. Mehrmals wurde er für den Literaturnobelpreis vorgeschlagen. 2016 erschien auf Deutsch „Bresche. Gedichte“ (Edition Rugerup).

Tom Schulz, geboren 1970 in Großröhrsdorf/Sachsen, lebt als Autor, Übersetzer, Herausgeber und Dozent für Kreatives Schreiben in Berlin. Er arbeitet außerdem als Kritiker, schreibt literarische Reportagen und gilt als Romantiker unter den jüngeren deutschen Lyrikern. Für seine vielen Gedichtbände erhielt er zahlreiche Preise. Zuletzt erschien „Die Verlegung der Stolpersteine. Gedichte“ (Hanser Verlag, 2017).

Katrin Hammerschmidt, geboren in St. Vith im deutschsprachigen Teil Belgiens, lebt seit 2005 in Österreich, derzeit als Singer-Songwriterin in Salzburg. 2013 erschien ihre erste EP „Way to go“, 2014 veröffentlichte sie ihr erstes Album „The Empress“, melancholisch-kraftvolle Songs mit samtiger Stimme und Tiefgang.