Juri Andruchowytsch , Mariana Sadovska

Europa der Muttersprachen 2017: Ukraine 2

Do, 27.04.2017, ab 17 Uhr

Genre: Film (17 Uhr), Literatur & Musik (19.30 Uhr)

Veranstalter: Verein Literaturhaus

Eintritt: € 10/8/6 inkl. Ukraine–Buffet, Film: frei, 3-Tages-Festivalpass: € 22/17/13

© Susanne Schleyer
© Weible

Der zweite Ukraine-Abend des Festivals Europa der Mutterprachen 2017 beginnt wieder um 17 Uhr mit einem Spielfilm: „The Tribe“ (orig. „Plemja“) von ­Myroslaw Slaboschpyzkyj erzählt die Geschichte eines gehörlosen Jugendlichen, der in einem ukrainischen Gehörloseninstitut eine Welt von Brutalität und Anarchie erlebt. Der Film ist in Gebärdensprache ohne ­gesprochene Dialoge und erklärende Untertitel – mehrfach ausgezeichnet überschlugen sich die Kritiken: „Was ­­für ein faszinierender Film“ (The Guardian), „der intensiveste Film des Jahres 2015“ (Rolling Stone).

Nach einer Pause startet um 19.30 Uhr das literarische Programm, das sich ganz Juri Andruchowytsch, internationaler Star der ukrainischen Literaturszene, widmet. Für sein jüngstes Buch „Kleines Lexikon intimer Städte“ (2016) wurde Andruchowytsch „der poetische Landvermesser“ (FAZ) genannt. Im Ukrainischen trägt das Buch den Untertitel „Beliebiges Hilfsmittel für Geopoetik und Kosmopolitik“. Moderation: Mariya Donska.

Und um 21 Uhr tritt die Musikerin und Sängerin Mariana Sadovska auf. In ihrem poetischen Programm „The Night Is Just Beginning“ beschäftigt sie sich mit der Poesie des populären Dichters Serhij Zhadan und der Autorin Lyuba Yakimchuk, beide aus der Ost-Ukraine, denen sie Stimme und Tasten leiht. Und vielleicht gibt es „Überschneidungen“ mit Juri Andruchowytsch, der immer wieder mit Musikern auftritt.