Dana Ranga

Hauthaus

Do, 30.03.2017, 17 Uhr / Heimalm, Rauris

Genre: Lesungsreihe "Die anderen Seiten"

Veranstalter: Literaturforum Leselampe, Rauriser Literaturtage

Eintritt: frei

© Peter Hintz

Dana Ranga nimmt in ihrem neuen Buch „Hauthaus“ den Menschen wortwörtlich auseinander: Der Text wird zum Seziertisch, der Körper und seine einzelnen Teile, Herz Leber, Magen, Milz, sind „poetische Persönlichkeiten“ (Carsten Hueck) mit eigener Stimme und bilden sprachliche Assoziationsräume. Ranga nahm in ihrem „Wasserbuch“ (Suhrkamp, 2011) die Leserinnen und Leser mit auf einen „poetischen Streifzug durch entrückte und dennoch allem Menschlichen nicht fremde Tiefseelandschaften“ (Jurybegründung Adelbert-von-Chamisso-Förderpreis 2014). In „Hauthaus“ erforscht sie nun Körperlandschaften.

Dem kühlen Blick der Medizin stellt sie den assoziativen der Poesie gegenüber: „sie suchen das Leben mit dem Skalpell und triumphieren / bei jedem Examen / und doch wissen sie nichts über sich / über Schönheit und Liebe“. In ihrer Anverwandlung des menschlichen Körpers erkundet Dana Ranga nicht nur verschiedene Schichten des Körpers, sondern auch der Sprache. Zwischen Gedicht und Prosa oszillierend, überträgt sich der Rhythmus und Puls des Körpers auf den Takt und die Melodik des virtuosen Textes.
 

Dana Ranga, 1964 in Bukarest geboren, lebt seit 1987 in Deutschland. Sie studierte Semiotik, Filmwissenschaft und Kunstgeschichte in Berlin, wo sie als Schriftstellerin und Regisseurin lebt. 2012/13 war sie Grazer Stadtschreiberin, 2014 wurde sie mit dem Adelbert-von-Chamisso-Förderpreis ausgezeichnet. Bei Suhrkamp erschienen die beiden Bücher „Wasserbuch“ (2011) und „Hauthaus“ (2016).

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