Olga Grjasnowa

Gott ist nicht schüchtern

Di, 28.03.2017, 19.30 Uhr

Genre: Lesung & Gespräch

Veranstalter: Verein Literaturhaus

Eintritt: € 8/6/4

© Fietzek

„Hier kommt die Welt zu Ihnen, wie sie noch nie zu Ihnen gekommen ist.“ (DIE WELT)

Die in Baku geborene deutsche Schriftstellerin Olga Grjasnowa erregte 2012 mit ihrem Romandebüt „Der Russe ist einer, der Birken liebt“ internationales Aufsehen. Jetzt erscheint ihr neuer Roman „Gott ist nicht schüchtern“ (Aufbau Verlag, 2017). Moderation: Tomas Friedmann.

Syrien. Eine Schauspielerin mit Karrierechancen. Ein Mediziner aus Paris auf Heimaturlaub. Amal und Hammoudi sind jung, schön und privilegiert – und sie glauben an die Revolution in ihrem Land. Doch plötzlich verlieren sie alles und müssen ums Überleben kämpfen. Sie fliehen abenteuerlich übers Meer. Und begegnen einander in Berlin wieder, wo sie von vorne anfangen müssen. Ein erschütterndes, direktes und unvergessliches Buch.

„Amal schaut den Frauen auf der Straße nach. Plötzlich wird ihr bewusst, dass sie nicht mehr dazugehört. Niemand beachtet sie mehr. Wo ist ihr Haus? Ihre Karriere? Und ihre Straße, die immer nach Jasmin roch? Wo sind ihre Bücher und Schallplatten? Wo die Freunde und Verwandten? Die Partys und der Sommer vor dem Pool? Die Welt hat eine neue Rasse erfunden, die der Flüchtlinge, Refugees, Muslime oder Newcomer. Die Herablassung ist in jedem Atemzug spürbar.“

Olga Grjasnowa, geboren 1984 in Baku (Aserbaidschan), lebt in Berlin. Längere Auslandsaufenthalte in Polen, Russland, Israel und der Türkei. Für ihren vielbeachteten Debütroman „Der Russe ist einer, der Birken liebt“ wurde sie mit dem Klaus-Michael-Kühne-Preis und dem Anna-Seghers-Preis ausgezeichnet. Zuletzt erschien 2014 „Die juristische Unschärfe einer Ehe“. Beide Romane wurden für die Bühne dramatisiert.