Julya Rabinowich

Dazwischen ich

Fr, 19.05.2017, 12 Uhr / LeseAbenteuer

Genre: Lesens- und Hörenswertes zum Literaturfes

Veranstalter: Literaturfest Salzburg, Junges Literaturhaus

Eintritt: frei

In Dazwischen: Ich gewährt die österreichische Autorin Julya Rabinowich detaillierte Einblicke in den Alltag in einer Flüchtlingsunterkunft. Sie erzählt die Geschichte der 15-jährigen Madina, die mit ihrer Familie seit vielen Monaten darauf wartet, dass ihr Aufenthaltsstatus geklärt wird. Madina lebt zwischen ihrer traditionsbewussten Familie, in der es nicht allen Mitgliedern leicht fällt anzukommen, und der neuen, unbekannten Umgebung, in der sie mit Schikanen (wie z.B. der Unterkunftsbetreiberin) ebenso in Berührung kommt wie mit echter Freundschaft. Die Autorin zeichnet die Innenwelt eines intelligenten Mädchens, das in der Fremde Halt sucht, das wütend und verzweifelt, aber auch stolz und lebensfroh ist.

Dauer: ca. 60 Minuten

Zwischen den vielen, auch vielen sehr guten  Büchern, die sich bemühen, die politische Debatte zu flankieren, fällt das von Julya Rabinowich auf. Selten hat man schon auf den ersten Seiten ein so starkes erzählerisches Gegenüber, eine so eigene Stimme, die sich Gehör verschafft.“ Katrin Hörnlein, DIE ZEIT

Julya Rabinowich, geb. 1970 in St. Petersburg, lebt seit 1977 in Wien, wo sie auch studierte. Autorin, Bildende Künstlerin, Simultandolmetscherin, Kolumnistin in „Der Standard". Für ihren Debütroman „Spaltkopf” (2008) erhielt sie u.a. den Rauriser Literaturpreis und er wurde in mehrere Sprachen übersetzt. Zahlreiche Aufführungen ihrer Theaterstücke. „Herznovelle” (2011, nominiert für den Prix du Livre Européen); „Die Erdfresserin” (Roman, 2012); „Krötenliebe (Roman, 2016). „Dazwischen: Ich” (Hanser, 2016) ist ihr erstes Jugendbuch