, Rosa Pock , Peter Rosei
Stella Grigorian / Alfred Polansky

Artmann & Rosei: Literatur & Musik

Do, 27.09.2001, 20 Uhr

Genre: Veröffentlichtes, Unveröffentlichtes & Vertonungen

Veranstalter: Literaturhaus

Eintritt: 100,-/ 50,-

Am 4. Dezember 2000 starb in Wien der Dichter und Übersetzer H.C. Artmann. Er lebte von 1974 bis Mitte der 90er Jahre in Salzburg, veröffentlichte in Salzburger Verlagen wichtige Werke und war dem Literaturhaus verbunden, der Platz vor dem Literaturhaus wird nach ihm benannt. Noch zu Lebzeiten Artmanns entstand das Programm „Literatur und Musik“, Texte von H.C. Artmann und Peter Rosei, gelesen von den Autoren, sowie Vertonungen von Alfred Polansky und mit Stella Grigorian. Nach dem Tod Artmanns übernimmt seine Witwe, die Autorin Rosa Artmann-Pock, den Part von H.C. und liest seine und eigene Texte, der Schriftstellerfreund Peter Rosei liest eigene Lyrik. Zwischen den Lesungen tragen Stella Grigorian (Mezzosopran, Solistin der Wiener Staatsoper) und Alfred Polansky (Gitarre) Vertonungen von Artmann und Rosei vor. Rosa Artmann-Pock, geboren 1949 in Wagna/Südsteiermark, lebt in Wien. Sie studierte in Salzburg Philosophie und lebte hier mit ihrem Mann und der gemeinsamen Tochter knapp drei Jahrzehnte. Ihre schmalen Texte haben die Sprache zum Thema: Ein sinnliches Spiel mit sprachlichen Regeln und Konventionen verdichtet die Autorin zu kleinen konzentrierten Miniaturen, hinter dem Spielerisch-Leichten werden neue und tiefe Bedeutungen lesbar. Urs Widmer schrieb nach dem Erscheinen ihres ersten Buches „monolog braucht bühne“ (1993), ihre Texte „gehen dem einfältigen Sinn aufs virtuoseste aus dem Weg und glühen dennoch unüberhörbar vor Lebensschmerz, Todesschmerz“. Weitere Werke: „ein halbjahr aus dem leben einer infantin“ (1995), „spielmodell m“ (1996), „Die Hundekette mein eigenes Revier“ (2000). Peter Rosei, geboren 1946 in Wien. Nach dem Studium der Rechte u.a. Sekretär des Malers Ernst Fuchs, seit 1972 freier Schriftsteller, lebt in Wien. In seiner Prosa zeigt er Ausschnitte von Abläufen ohne Anfang und Ende, in denen sich Wirklichkeit, Erinnerung und Traum vermischen. Sein ganzes bisheriges Werk kann als immer wieder aufgenommener Versuch einer umfassenden Weltbeschreibung gedeutet werden. Neben Erzählungen und Romanen schreibt Rosei auch Gedichte, Hörspiele, Dramen und Essays. Bekannt wurde er mit seinem Roman „Wer war Edgar Allan?“ (1977), zuletzt erschienen „Kurzer Regentag“ (Aufzeichnungen Deutsch-Japanisch, 1997), „Naturverstrickt“ (Essays, 1998), „St. Petersburg. Paris. Tokyo ...“ (Reisefeuilletons, 2000) und „Liebe und Tod“ (Prosa, 2000). Büchertisch: Keltenbuchhandlung Hallein