Emil Hakl , Jaroslav Rudis

Wunderkammer des Lebens

Fr, 09.05.2014, 18 Uhr

Genre: Lesung & Gespräch (tschech./dt.)

Veranstalter: Verein Literaturhaus, Tschechisches Zentrum

Eintritt: € 10/8/6, Film frei

18 Uhr: Filmkomödie „Liebe nach Fahrplan“ (92 Min.) von Jirí Menzel nach der Erzählung von Bohumil Hrabal
20.15 Uhr:
Lesungen der Autoren, Moderation und Übersetzung: Christa Rothmeier, dt. Lesung: Peter Arp
22 Uhr: „Klub Marta“, Retro-Party mit DJ Herr Kaiser

Scheinbar an der Oberfläche der Wirklichkeit surfen Emil Hakl und Jaroslav Rudiš, zwei unterhaltsame Chronisten der Gegenwart mit einem Ohr für die Vergangenheit.

Hakl legt im Anti-Roman „Regeln des lächerlichen Benehmens“ im typisch-skurrilen Erzählstil die unsentimentale Lebensbilanz seines 50-jährigen Alter Egos vor und berichtet vom Sterben seines Vaters, dessen Asche er im rumänischen Donaudelta verstreut.

Rudiš‘ neuer Roman „Vom Ende des Punks in Helsinki“ (2014) spielt in einer ostdeutschen Stadt. Dort betreibt der gealterte Punkmusiker Ole eine Bar und gibt sich mit schrägen Stammgästen Erinnerungen hin. Den originellen DDR-Reminiszenzen stehen Tagebucheinträge der 16-jährigen Nancy gegenüber – Einblicke aus 1987 in den realsozialistischen Alltag der tschechischen Sudeten-Region. Höhepunkt von Oles wie Nancys Jugend war der sie zusammenführende legendäre Auftritt der „Toten Hosen“ in Pilsen.

Jaroslav Rudiš, geboren 1972 in Turnov; gefeierter Prosaautor und Dramatiker. Die Graphic-Novel „Alois Nebel“ (mit Jaromír 99) wurde zum Bestseller.

Emil Hakl, geboren 1958 in Prag, debütierte als Lyriker; er veröffentlichte zuletzt Erzählungen und Romane, die z.T. verfilmt und ausgzeichnet wurden.