, Elisabeth Reichart

Das vergessene Lächeln der Amaterasu

Fr, 30.03.2001, 19.30 Uhr

Genre: Lesung

Veranstalter: Literaturhaus/ Rauriser Literaturtage

Eintritt: 80,-/ 50,-

Veranstaltungsort: Rauris, Gasthof Grimming „eine autorin von unbestechlicher intelligenz und unbedingter leidenschaft“, sagt Gerhard Rühm über Elisabeth Reichart. Beides beweist die österreichische Autorin in ihrem Roman „Das vergessene Lächeln der Amaterasu“ (Aufbau-Verlag, 1998). Am Anfang steht eine Liebesgeschichte und ein Sehnsuchtsland. Die Wiener Malerin Alwina begleitet ihren japanischen Lebensgefährten Ichiro in seine Heimat. Endlich wird sie das Land kennenlernen, von dem sie seit ihrer Kindheit träumt. Wie fremd dieses Leben, diese Kultur und der Geliebte sind, wird ihr erst klar, als sie nicht mehr zurückkann. Für seine Familie bleibt die Europäerin auch als Schwiegertochter eine Fremde, die alles falsch macht. Noch hilft ihr die Neugier, doch auch der veränderte Ehemann versteht zunehmend ihre Schwierigkeiten nicht. Da bietet der reiche Nagoya, Förderer der Sängerkarriere ihres Mannes, scheinbar einen Ausweg: Sie soll für ihn ein Fresko malen. Doch der faszinierende, rätselhaft-häßliche Mann entpuppt sich in seinem Unterwasserhaus als perverser Paranoiker, den sie schließlich auf seinen Wunsch rituell enthauptet. „So viel Unglaubliches kann ein Roman nur aushalten, wenn es in variierten Sprachen und Registern geboten wird. Elisabeth Reichart beherrscht genug Diktionen, um diese Beziehungsgeschichte langsam in einen Albtraum überzuführen, vom ganz gewöhnlichen Liebeshimmel in eine Hölle aus mythischem Geraune und utopischem Schabernack.“ (Zürcher Zeitung) Elisabeth Reichart, geboren am 19. November 1953 in Steyregg/Oberösterreich. Studium der Geschichte und Germanistik in Salzburg, lebt als freie Schriftstellerin in Wien. 1993 erhielt sie den Österreichischen Förderungspreis für Literatur. Veröffentlichungen: „Februarschatten“ (1984), „Komm über den See“ (Erzählung, 1988), „La Valse“ (Erzählungen, 1992), „Fotze“ (Erzählung, 1993), „Sakkorausch“ (Monolog, 1994), „Nachtmär“ (Roman, 1995).