Alexander Peer , Fritz Popp

Traum und Widerstand: Erleuchtungen durch Nietzsche und Kafka

Mo, 30.09.2013, 20 Uhr

Genre: Lesungen

Veranstalter: Salzburger AutorenGruppe

Eintritt: € 8/6/4

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Nietzsche und Beziehungsdilemma! Was könnte besser passen und sich gleichzeitig mehr ausschließen? Der Erzähler Franz in Alexander Peers Roman schlittert in eine fiktional-reale Dreiecksbeziehung: Immer mehr steigert er sich in einen Monolog mit dem maßgeblichen Diagnostiker und Überwinder des Nihilismus hinein und driftet zwischen Selbstauflösung und Bestimmung. „Je verlotterter das Leben, umso ergiebiger das Denken“, könnte das Motto von Franz sein, einem sich an seinem Übervater wundreibenden modernen Menschen, der seine Identität findet, indem er sich verliert.

Fritz Popp stellt sein Prosa-Work-in-progress „Kafkaeskapaden“ vor: Kurz- und Kürzestprosatexte, die direkten Bezug auf Kafka-Motive und Kafka-Gestalten nehmen; Geschichten in Kafkas Manier; Texte, die traum- und wahnhafte Vorstellungen mit starken Realitätsverweisen thematisieren, kurz: eine ungeheure Welt, die nicht nur im Kopf
existiert.

Alexander Peer, geb. 1971 in Salzburg, lebt in Wien. Zuletzt erschien der Roman „Bis dass der Tod uns meidet“ (Limbus Verlag 2013). Außerdem: „Land unter ihnen“ (2005), „Herr, erbarme dich meiner“ (über Leo Perutz, 2007), „Ostseeatem“ (2008) und „Schönheit und Vergänglichkeit“ (2011); einige Preise und Stipendien, zuletzt Writer-in-Residence 2012 in der Villa Sträuli in Winterthur.

Fritz Popp, geb. 1957 in Vöcklabruck, BHS-Lehrer, Literaturvermittler und Schriftsteller; seit 1989 Textautor des Salzburger „AffrontTheaters“. Neben Romanen und Satiretexten veröffentlichte er bisher zwei Lyrikbände. Zuletzt erschienen: „Keine Engel“ (Roman, 2010, Edition Tandem) und der Satireband „Unarten-Vielfalt“ (2012, Arovell); etliche Preise, u.a. Staatsstipendium für Literatur.