, Wolfgang Bauer , Barbara Frischmuth , Alfred Kolleritsch

Die Grazer Gruppe

Fr, 05.02.1999, 20 Uhr

Genre: Vortrag & Lesungen

Veranstalter: Literaturhaus

Eintritt: öS 80,-/50,-

Die österreichischen Autoren Alfred Kolleritsch, Peter Handke, Wolfgang Bauer, Barbara Frischmuth etc. prägten die Entwicklung des Forum Stadtpark, das 1959 in Graz als Interessen- und Aktionsgemeinschaft von Künstlern, Wissenschaftlern und Kulturschaffenden gegründet wurde. Das Forum Stadtpark veranstaltete Ausstellungen, Konzerte, Lesungen und Theater- und Filmvorführungen. Die renommierte Literaturzeitschrift “manuskripte" - seit 1960 von Alfred Kolleritsch herausgegeben - bemühte sich stets um die Avantgarde und hat Graz sogar den Ehrentitel “Heimliche Hauptstadt der deutschen Literatur" eingebracht. Trotzdem blieb die Grazer Gruppe, wie Kolleritsch die Bewegung später nannte, im Schatten der Wiener Gruppe. Bevor die die drei Autoren Wolfgang Bauer, Barbara Frischmuth und Alfred Kolleritsch im Rahmen des Österreich-Schwerpunkts “a e i o u" (a wie Avantgarde und Aktionsmus) Texte von damals und heute lesen, spricht Alfred Kolleritsch über das Forum Stadtpark, die “manuskripte" und die Grazer Gruppe. Wolfgang Bauer, geboren am 18. März 1941 in Graz, studierte Theaterwissenschaft, Romanistik, Jura und Philosophie in Wien und Graz, wo er als freier Schriftsteller und Regisseur lebt. Schreibt Lyrik, Prosa, Drama. Erzielte beachtlichen Erfolg mit seinen Stücken “Magic afternoon" (1968), “Change" (1969) und “Party for six" (1967) die die Gesellschaft ihrer Entstehungszeit widerspiegeln und deren Ausbruchs- und Veränderungsversuche aus der Konsumgesellschaft in Resignation und Gewalt verpuffen. Zuletzt veröffentlichte Bauer das Hörspiel “Dream Jockey" (ORF 1998). Barbara Frischmuth, geboren am 5. Juli 1941 in Altaussee, studierte Orientalistik, Türkisch und Ungarisch, lebt als freie Schriftstellerin und Übersetzerin in Wien und Altaussee. Schreibt Lyrik, Prosa und Drama. Wurde bekannt mit ihrem sprachkritischen Roman “Die Klosterschule" (1968), in dem durch die Entlarvung der formelhaften Sprache inhumane Erziehungsmethoden aufgedeckt werden, sowie mit der Romantrilogie “Die Mystifikationen der Sophie Silber" (1976), “Amy oder Die Metamorphose" (1978) und “Kai und die Liebe zu den Modellen" (1979). 1998 erschien im Residenz Verlag das Buch “Die Schrift des Freundes". Alfred Kolleritsch, geboren am 16. Februar 1931 in Brunnsee (Steiermark), studierte Germanistik, Geschichte und Philosophie in Graz, wo er als freier Schriftsteller lebt. Schreibt Lyrik, Prosa und Drama. Als Gründungsmitglied des “Forum Stadtpark" und als Herausgeber der Literaturzeitschrift “manuskripte" große Verdienste um die Förderung junger Talente. Veröffentlichungen: “Der Pfirsichtöter" (Roman, 1972), “Einübung in das Vermeidbare" (Lyrikband, 1978), “Gespräche im Heilbad" (Prosa-Sammlung, 1985), “Augenlust" (Gedichte, 1986), “Die geretteten Köche. Ein Lust-Spiel" (1997) u. a.