Ruth Klüger

Theodor Kramer-Preis 2011

Di, 24.05.2011, 20 Uhr

Genre: Lesung & Gespräch

Veranstalter: Verein Literaturhaus, Theodor-Kramer-Gesellschaft

Eintritt: € 10/9/8

Den Theodor Kramer-Preis für Schreiben im Widerstand und Exil erhält 2011 die Schriftstellerin und Literaturwissenschafterin Ruth Klüger. Der Verleihung in Krems folgt seit 10 Jahren eine Veranstaltung im Literaturhaus Salzburg. Nach der Einleitung von Konstantin Kaiser – Autor, Germanist und 1984 Mitbegründer der Kramer Gesellschaft – spricht die Politikwissenschafterin und Vizerektorin der Universität Salzburg, Sonja Puntscher-Riekmann, mit der diesjährigen Preisträgerin.

Seit 2001 vergibt die Theodor Kramer Gesellschaft alljährlich den mit 7.300 Euro dotierten Theodor Kramer-Preis für Schreiben im Widerstand und im Exil. Damit werden sowohl die literarische Qualität als auch die Haltung und das Schicksal der Preisträgerin oder des Preisträgers gewürdigt. Und die Kramer Gesellschaft will damit ein Zeichen setzen, dass in Österreich nicht alles in eine Richtung verläuft, dass dies ein Land mit seinem Widerspruch ist und im Widerspruch und Ringen mit sich selbst auch weiter schreitet. Bisherige Preisträger/innen sind Stella Rotenberg, Alfredo Bauer und Fritz Kalmar, Fred Wander, Michael Guttenbrunner, Georg Stefan Troller, Milo Dor (posthum) und Robert Sommer, Jakov Lind (posthum), Tuvia Rübner, Josef Burg und Ilana Shmueli sowie 2010 Elazar Benyoetz.

Ruth Klüger, geboren 1931 in Wien, lebt in Irvine/USA und in Göttingen/Deutschland. 1942 wurde sie gemeinsam mit ihrer Mutter in die Konzentrationslager Theresienstadt, Auschwitz und Christianstadt deportiert, 1945 kurz vor Kriegsende konnte sie flüchten. 1947 Emigration in die USA, wo sie in New York Bibliothekswissenschaften und in Berkeley Germanistik studierte. Sie war Professorin an der Princeton University und an der University of California in Irvine, Gastprofessorin in Göttingen und publizierte zahlreiche Bücher. Bekannt wurde sie als Autorin des Buches „weiter leben“ (Wallstein Verlag, 1992), in dem sie ihre Jugend beschreibt. 2008 erschienen unter dem Titel „unterwegs verloren“ (Zsolnay Verlag) ihre Erinnerungen.