Georg Stefan Troller

Selbstbeschreibung

Sa, 15.01.2011, 19 Uhr

Genre: Lesung, Gespräch & Film

Veranstalter: Zentrum für Jüdische Kulturgeschichte, DAS KINO und Verein Literaturhaus

Eintritt: Kartentelefon 87 31 00 DAS KINO

Sein Stil der subjektiven Befragungsweise von prominenten Persönlichkeiten wurde zum Vorbild für viele Journalisten und Dokumentarfilmer. Jetzt kommt der Autor und Filmemacher wieder nach Salzburg! Georg Stefan Troller begibt sich in einer Lesung aus seiner neu aufgelegten und ergänzten Autobiografie „Selbstbeschreibung“ (2009) und der im Verlag der Theodor Kramer Gesellschaft herausgegebenen Regiebücher der Trilogie „Wohin und zurück“ (2009) auf die Spuren seiner selbst, der Irrungen und Wirrungen seines Lebens, die er nicht ohne Komik darzustellen weiß. Im Anschluss wird der Film „Selbstbeschreibung“ (D 2001, 80 Minuten) gezeigt. Moderation: Ines Schütz. Wie wurde man, was man geworden ist? Gab es hier eine Folgerichtigkeit, gar eine Unvermeidlichkeit? War es einem vorbestimmt, so zu werden, oder hätte alles auch ganz anders kommen können? Diese Fragen stellt Georg Stefan Troller in der Spieldokumentation „Selbstbeschreibung“ seinem jugendlichen Alter Ego, dargestellt von Alexander Pschill. Mit dem attraktiven, provokanten, bisweilen kaltschnäuzigen Jüngling begibt sich Troller auf eine Reise rund um den Globus zu den Stationen seines wechselvollen Lebens: die Jugendjahre im Wien der Ersten Republik, die abenteuerliche Flucht des 18jährigen Gymnasiasten nach dem Einmarsch Hitlers in die Tschechoslowakei, seine Emigration in die USA, dann zurück im Dienst der US-Army nach Wien und wieder nach Amerika, ehe er schließlich in Paris ein Zuhause findet ... Georg Stefan Troller, geboren 1921 in Wien, wo er als Sohn eines jüdischen Pelzhändlers aufwächst. Nach Jahren in den USA lebt er seit 1949 in Paris, zunächst als Rundfunkreporter und später als ZDF- Sonderkorrespondent. Zahlreiche Bücher, Film- und Fernsehdrehbücher, Regie u.a. für Hollywood-Profile (u.a. über Isabella Rossellini, Woody Allen, Kirk Douglas), eine Oscar-Nominierung für „Welcome in Vienna“ (1987) und viele Auszeichnungen, zuletzt: Theodor-Kramer-Preis 2005 und Stern auf dem Boulevard der Stars in Berlin 2010.