Fritz Popp
Ursula Pompernigg

Zusehend unberührt

Mi, 24.02.2010, 20 Uhr

Genre: Buchpräsentation & Musik

Veranstalter: Salzburger Autorengruppe

Eintritt: E 6/5/4

Fritz Popp hat vor allem Prosa- und Theatertexte veröffentlicht, aber im Zentrum seines Schreibens steht die Lyrik, mit ihren Bildern, Sprach- und Sprechrhythmen und ihren Klangmöglichkeiten. Im neuen Gedichtband „zusehend unberührt“ thematisiert der Autor die Sehnsucht nach Nähe und die Erfahrung von Distanz und Entfremdung. Berührungs-, Kommunikations- und Realitätsverlust sind dabei zentrale Themen. Die Ausgewanderten
Ausgewandert und ins Netz gegangen,
angeleinte Furien des Fortschritts
leicht entzündbar, zappeln sie
sich von Suchbegriff zu Suchbegriff
ein Volk braucht Raum weltweit
tritt auf der Stelle immer tiefer
verfängt sich inniglich im Licht-
schranken, der vor ihm niedergeht
Als Gegenpol mit möglichen auditiven Berührungspunkten zu den Gedichten präsentiert Ursula Pompernigg, Musikerin, Singersongwriterin, mit Stimme und Gitarre Auszüge aus ihrem derzeitigen Projekt „Vox amissa“ – meditative Musik aus der Stille. Fritz Popp, geboren 1957 in Vöcklabruck, lebt als BHS-Lehrer, Autor und Literaturvermittler in Salzburg. Er schreibt und publiziert Lyrik, Prosa und Kabaretttexte, er ist Textautor des „Salzburger AffrontTheaters“ und Redaktionsmitglied der Zeitschrift SALZ. Zuletzt erschienen: „Der Himmel, an dem ich wohne“ (Gedichte, Edition Tandem, 2008), „Gränzenlos beschrenkt“ (Satiren, Arovell Verlag, 2009). Ursula Pompernigg, geboren 1979, Ausbildung Hochschule Mozarteum Salzburg; diverse Soloprojekte („uesh“, ehemals „poolpleasure“)