Hermann Nitsch , Gerhard Rühm
Wieland Schmied

Aktionismus in Österreich

Mi, 27.01.1999, 20 Uhr

Genre: Podiumsdiskussion

Veranstalter: Literaturhaus

Eintritt: öS 80,-/50,-

Der Wiener Aktionismus zählt zweifellos zu den provokantesten Kunstströmungen des 20. Jahrhunderts. Der bekannte österreichische Künstler Hermann Nitsch ist einer ihrer Hauptexponenten. Mit internationalen Ausstellungen und seinem Orgien-Mysterien-Theater sorgte und sorgt er - oft unverstanden - immer wieder für Aufregung. Gerhard Rühm ist - wie Nitsch, der auch schreibt und komponiert - ein Multitalent: Dichter, Komponist, Bildender Künstler. Rühm gehörte zur Wiener Gruppe (gemeinsam mit Friedrich Achleitner, H. C. Artmann, Konrad Bayer und Oswald Wiener), die sich um 1952 aus der Szene der Wiener Künstlerclubs der Nachkriegszeit formierte und 1958/89 mit den “Literarischen Kabaretts" in Form von Happenings, Performances etc. den Grundstein für den Wiener Aktionsmus der 60er Jahre legte. Hubert Klocker über die Wiener Gruppe: “In den literarischen Werken dieses Kreises zeigte sich in der österreichischen Kunst erstmals in aller Radikalität eine Strukturkritik, die Literatur und Kunst als Repräsentation gesellschaftlicher und politischer Wirklichkeits- und Verhaltenssysteme interpretierte und in deren Kommunikationsprozeß zu intervenieren versuchte." Über ihre Arbeiten und den Aktionismus in Österreich diskutiert an diesem Abend der Experte Prof. Wieland Schmied mit den beiden Künstlern. Diese Veranstaltung findet im Rahmen des ganzjährigen Österreich-Schwerpunkts im Literaturhaus Salzburg statt. Das Motto der Reihe 1999 lautet: a e i o u (a steht dabei für aktionismus und avantgarde). Auf Wunsch senden wir Ihnen gerne den Folder zu (Telefon 0662-422410).