Barbara Frischmuth , Karl-Markus Gauß , Walter Grond , Ferdinand Schmatz
Klaus Zeyringer

Kulturwandel und Literaturbegriff

Fr, 28.05.1999, 20 Uhr

Genre: Podiumsdiskussion

Veranstalter: ICCM/Literaturhaus/Institut für Germansitik

Eintritt: öS 80,-/ 50,-

aeiou Während vor unseren Augen eine virtuelle und digitale Kultur Raum greift und mit Effekten der sogenannten Globalisierung verbunden wird, scheinen überkommene Kunst-Vorstellungen fragwürdig zu werden, erweist sich die "Avantgarde" als Formelhülse oder als selbstreferentielle Strategie der Etablierung. Kann Kunst noch aus "Voraus-Trupp" fungieren? Welche theoretischen, ästhetischen und ethischen Ansätze sind gefragt? Wie vermag Literatur auf die gesellschaftlichen und künstlerischen Veränderungen zu antworten? Sollte sie es? Können Künstler nach wie vor den Anspruch erheben, die "Würde der Menschheit" zu bewahren? Oder sind sie als "Handwerker" zu verstehen? Und welche "Werkzeuge" können dem jeweiligen Literaturbegriff entsprechen? Wie kann Literatur auf die elektronischen Netz-Werke reagieren? Welche Möglichkeiten bieten sich (auch, um Komplexität und Ironie zu bewahren)? Kurz: Was kann Literatur heute, wie und zu welchem Zweck soll sie es können, mit welchen Mitteln, in welchen Text-Kontext-Bezügen? Diese und andere Fragen zum Thema "Kulturwandel und Literaturbegriff", also aktuelle Kunst-Positionen (exemplarisch anhand der Literatur) diskutieren die österreichischen Schriftsteller Barbara Frischmuth, Karl-Markus Gauß, Walter Grond und Ferdinand Schmatz. Das Gespräch leitet Klaus Zeyringer, dessen Buch "Österreichische Literatur 1945 - 1998. Überblicke, Einschnitte, Wegmarken" dieses Jahr im Haymon-Verlag erschienen ist.