Gert Jonke
Gerhard Laber

Stimmen : Hören

Di, 24.06.2008, 20 Uhr

Genre: Literatur & Musik

Veranstalter: Verein Literaturhaus, ORF Salzburg

Eintritt: E 8/6

VA-Ort: ORF Salzburg, Nonntaler Hauptstraße 49 d Bei wohl keinem anderen österreichischen Dichter sind Musik und Text formal und inhaltlich derart ineinander verwoben wie bei Gert Jonke. So meinte DIE ZEIT über sein jüngstes Buch „Strandkonzert mit Brandung“ (2006): „Diese Sätze sind nicht geschrieben, sondern komponiert“. Und Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek schrieb, dass man bei ihm nicht wisse, „wo die Musik/Sprache aufhört und der Zuhörer anfängt und umgekehrt“. Nahe liegend, Gert Jonke zum dritten Abend der Reihe STIMMEN : HÖREN in das ORF-Publikumsstudio einzuladen. Mit dem Autor tritt der Schlagzeuger Gerhard Laber auf, der Klang- und analoge Loopmaschinen aus rotierenden Plattenspielertellern entwickelte, mit denen er in konzertanten Aktionen unverwechselbare Klangwelten verwirklicht. „Gerhard Labers Spielkonsolen sind ein Refugium aus dem Denken der experimentellen Klangerzeugung.“ (Werner Raditschnig, CD „Hörstoff“) Gert Jonke, geboren 1946 in Klagenfurt, lebt in Wien. Schreibt Romane, Erzählungen, Hörspiele Theaterstücke. Veröffentlichungen (Auswahl): „Geometrischer Heimatroman“ (1969), „Schule der Geläufigkeit“ (1977), „Sanftwut oder Der Ohrenmaschinist. Eine Theatersonate“ (1990), „Opus 111“ (1993), „Insektarium“ (1999), „Die versunkene Kathedrale“ (2005). Erhielt u.a. den Kleist-Preis 2005 und den Arthur Schnitzler-Preis 2006. Gerhard Laber, geboren 1946 in Salzburg, wo er lebt. Spieler perkussiver Instrumente und seit Jahrzehnten in der Jazz- und Avantgardeszene aktiv, u.a. in den Ensembles Guttenberg, MotzArt und 1988 im Rahmen der Ars Electronica/Linz (mit Mia Zabelka). Der experimentellen und Neuen Musik zugewandt, liegt sein Schwerpunkt im Bereich der Klang- und Geräuschkunst. Zahlreiche Tonträger, zuletzt HÖRSTOFF (2007).