, Fritz Popp

Nekropolis / Stadtansichten

Fr, 16.05.2008, 20 Uhr

Genre: Lesungen

Veranstalter: Salzburger Autorengruppe

Eintritt: 6/4

Die Stadt Salzburg wird nicht müde, sich als schöne, heile Welt und Prachtkulisse für Hochkultur- und Spitzensport-Events zu inszenieren. Gerade rechtzeitig vor dem großen Ankick zur heurigen Stadtvermarktungssaison präsentieren deshalb zwei Salzburger Schriftsteller als Gegenprogramm zur allgemeinen Euphorisierung böse, tiefschwarze und bitterernste „Seitenblicke“ auf die morbiden, dunklen Seiten einer Stadt, die man auch als „Nekropolis“ erleben kann. Manfred Koch liest zwei Erzählungen aus seinem 2007 erschienenen Buch „Nachtmusik – Ein Salzburger Totentanz“. Über dieses Buch schrieb die Wiener Zeitung: „Jedes einzelne der grotesk verzerrten Salzburg-Klischees legt einen Abgrund frei. Allein, die Hölle ist überall.“ Und in der Salzburger Volkszeitung stand: „Manfred Koch wandert am literarischen Abgrund, das aber mit bewundernswerter Leichtigkeit.“ Fritz Popp liest Texte aus seinem Erzählprojekt „Randlage oder die guten Wölfe“, Stadtrandgeschichten, in denen die Grenzen und Ränder zum fruchtbaren und furchtbaren Ort der Erkenntnis werden. Popps Texte werden von der Literaturkritik ins Umfeld von Kafka und Roald Dahl eingeordnet. Manfred Koch wurde 1950 in Graz geboren, lebt seit 1971 in Salzburg und schreibt u.a. für Theater, Fernsehen, Werbung, Kabarett (Affronttheater) und seit 1984 als Kolumnist („Eingekocht“) in den Salzburger Nachrichten. Jüngste Buchveröffentlichungen: „Cyberman“ (Roman, 2002), „Total umweihnachtet“ (X-Mas-Satiren, 2003), „Nachtmusik“ (Erzählungen, 2007). Im Herbst 2008 soll der Roman „Totenstille“ erscheinen. Fritz Popp, geboren 1957 in Vöcklabruck, seit 1976 in Salzburg, schreibt Lyrik, Prosa, Kabarett-Texte (Affronttheater, aktuelles Programm: „Im Spielrausch“); Rezensionstätigkeit und Literaturvermittlung. Letzte Buchveröffentlichungen: „Warten, was der Fluss so bringt“(2002), „Akte X-mas“ (3. Aufl. 2003). Staatsstipendium für Literatur 2005/2006.