Gert Jonke
Jochen Jung

... liest Gert Jonke

Do, 16.11.2006, 20 Uhr

Genre: Lesung & Gespräch

Veranstalter: Verein Literaturhaus

Eintritt: E 6/4

Einleitung und Gespräch: Jochen Jung Von Zeit zu Zeit werden bedeutende österreichische Schriftsteller ins Salzburger Literaturhaus eingeladen, um an einem etwa zweistündigen Abend (mit Pause) auf ihr literarisches Schaffen zu blicken, früheste wie jüngste (unveröffentlichte) Texte zu lesen und zu kommentieren. Traten bisher Peter Turrini, Ernst Jandl, Michael Köhlmeier, Josef Haslinger und Raoul Schrott auf, so wurde diesmal der Erzähler und Dramatiker Gert Jonke eingeladen, gerade mit dem diesjährigen Arthur-Schnitzler-Preis ausgezeichnet. Vorjahres Preisträger und Jurymitglied Franzobel: „Gert Jonkes Sprachschrauben heben die Welt aus ihren Angeln. Dass man wie nebenbei auch noch dem Vorgang des Denkens beiwohnen kann, das ganze Werk Jonkes höchst musikalisch und satirisch ist, macht ihn zu einem Großen der österreichischen Literatur, einem Monolith der Schräglage.“ „Jonke inszenieren heißt einen Weltautor entdecken. Seine extreme Sprachkunst ist eine enorme Herausforderung für die Bühne. Brillant und hintergründig, aber ungewöhnlich für die Schauspieler, für das Publikum. Der Regisseur muß sie herauslocken. Niemand kann zuvor sagen, wie diese oder jene Textpassagen wirken werden. Sind sie komisch? Sicher! Aber nicht kabarettistisch.“ (Emmy Werner) Gert Friedrich Jonke, geboren am 8. Februar 1946 in Klagenfurt. Nach abgebrochenen Studien der Musikwissenschaft, Germanistik und Philosophie sowie an der Akademie für Film und Fernsehen lebt er in Berlin, London, Argentinien, Hamburg und Frankfurt, seit Mitte der 80er Jahre in Wien und Klagenfurt. Schreibt Romane, Erzählungen, Hörspiele. Veröffentlichungen (Auswahl): „Geometrischer Heimatroman“ (1969), „Schule der Geläufigkeit“ (1977; Hörspiel 1976), „Sanftwut oder Der Ohrenmaschinist. Eine Theatersonate“ (1990; UA 1990; Hörspiel 1992), „Opus 111“ (1993; UA 1993; Hörspiel 1993), „Insektarium“ (1999; UA 1999), „Redner rund um die Uhr“ (2003; UA 2004), „Die versunkene Kathedrale“ (2005). Erhielt zahlreiche Preise, u.a. Ingeborg Bachmann-Preis 1977, Erich Fried Preis 1997, Franz- Kafka-Preis 1997, Großer Österreichischer Staatspreis für Literatur 2002, Kleist-Preis 2005. Büchertisch:Rupertus Buchhandlung