Marian Hatala , Max Sessner

Küchen und Züge

Mi, 03.05.2006, 20 Uhr

Genre: Lyriklesungen

Veranstalter: Grazer Autorenversammlung/Salzburg, Salzburger Autorengruppe

Eintritt: E 6/4

Marian Hatalas Poesie zeichnet sich durch die Spannung einer leicht verschmitzten Weltsicht auf Diesseitiges und Jenseitiges aus. Er „blättert durch die Stille“ oder befasst sich mit „Stillleben mit nächtlichen Aufschreien“. Als Dichter und Übersetzer hinterfragt er Worte, Sätze und Leben – eigene und fremde. Es ist ein ganz leiser, unauffälliger Surrealismus, der in Max Sessners Gedichten zutage tritt. Erinnerungsbilder, festgefrorene Augenblicke verwandeln sich in diesen Zeilen in fremdartige und überraschende Szenen. So liebevoll genau der Blick des Dichters auch sein mag – etwas bleibt immer rätselhaft, geheimnisvoll, ja unheimlich: Vexierbilder, deren Schrecken unter harmloser Oberfläche fast lautlos bleibt. Marian Hatala, geboren 1958 in Holíc, Slowakei. Studium in Bratislava, Lehrer, Redakteur der Wochenzeitung „Mosty“. Literarische Übersetzungen (u.a.: Wolf Wondratschek, Rainer Kunze, Erich Fried, Peter Turrini), mehrere Lyrikbände, zuletzt „Seiltänzer“ (Prag, 2004) „Zum Greifen weit“ (2005), Gedichte in diversen Literaturzeitschriften. 2004 Stipendiat im Literaturhaus NÖ. Max Sessner, 1959 in Fürth/Bayern geboren, lebt heute in Augsburg. Buchhändler, Motorradfahrer, Antiquar, Hundebesitzer. Er veröffentlichte mehrere Gedichtbände in kleinen Pressen: „Der Würfel Kummerkorn“ (1991) „Hundszeit. Altes Land“ (1994), „Der tschechische Reiter“ (2003), „Ein Gedicht im Ohr, ein Foto vor Augen, Bilder im Kopf 2000“ (CD-Rom, 2000).