Wolf Haas , Hans Lebert

Die besten ORF-Hörspiele 2005

Fr, 10.03.2006, 19 Uhr

Genre: Die lange Nacht des Hörspiels

Veranstalter: Verein Literaturhaus, ORF

Eintritt: frei

Zum 13. Mal wird im Literaturhaus Salzburg eine Auswahl der besten ORF-Hörspiele des vergangenen Jahres in der „Langen Nacht des Hörspiels“ präsentiert – und das Hörspiel des Jahres 2005 vorgestellt! Erstmals wurden wegen der Überlänge nur zwei Hörspiele ausgewählt: „Die Wolfshaut“ nach dem gleichnamigen Roman von Hans Lebert (NDR/DLR/ORF, 171 Minuten, Regie: Robert Matejka) und „Silentium!“ nach dem Buch von Wolf Haas (ORF/ BR, 108 Minuten, Regie: Götz Fritsch). Sollte das Siegerhörspiel nicht eines der beiden sein, so wird ein Hörspiel ausgetauscht. Mehr zu den Hörspielen unter www.hoerspiele.co.at „Schweigen“, ein entlegenes Dorf im November. Ein Matrose, der nach Jahrzehnten zurückgekehrt ist. Ein toter Vater, eine stillgelegte Ziegelei, Wege, die in den Wald führen. Ein Fotograf, ein Gasthof und eine dem Vergessen verschworene Gemeinde. Ein Fluch liegt über dem Ort. Die Toten schweigen, und wenn die Lebenden endlich anfangen zu sprechen, müssen sie sterben. Wer ist der Mörder? Der Matrose sucht das Rätsel zu lösen. Er tastet sich in die Vergangenheit zurück und läuft Gefahr, selbst das nächste Opfer zu werden. Verdrängung und Schuld in einer österreichischen Dorfgemeinschaft nach dem Krieg sind Thema von Hans Leberts 1960 veröffentlichtem Roman, ein sprachlich- kühnes Meisterwerk in der Tradition von Kafka, Musil und Broch. „Silentium!“ ist der fünfte Krimi von Wolf Haas – 1960 in Maria Alm geboren – mit dem eigensinnigen und eigenbrötlerischen Privatdetektiv Brenner als Hauptfigur. Er ermittelt diesmal in Salzburg, wo er sich den kriminellen Vorkommnissen im Marianum widmet. Zwei katholische Internatsschüler, die lieber Tischfußball spielen, als die heilige Sonntagsmesse zu besuchen, entdecken im Kickergerät eine abgehackte Hand. Das ist der grausige Auftakt für den neuen Fall von Brenner. Er versucht herauszufinden, was es mit den Gerüchten um einen Bischofskandidaten auf sich hat, der für Waschungen an Zöglingen das „Duschkabinensilentium“ ausruft. Aber nicht nur eine Bischofskarriere scheint gefährdet, auch die Salzburger Festspiele geraten ins Zwielicht …