Sven Daubenmerkl

Vom Kriege

Di, 03.06.2003, 20 Uhr

Genre: Buchpräsentation

Veranstalter: erostepost

Eintritt: Euro 6/ 4

Wien, Oktober 1848: Noch einmal errichten die Revolutionäre Barrikaden, um die anrückenden kaiserlichen Truppen zurückzuschlagen. Eine Gruppe junger Studenten, die sich für die Ideale der bürgerlichen Revolution begeistern, hat sich den Milizen angeschlossen. Den Abend vor dem entscheidenden Kampf verbringen sie in einer Taverne. Für ein paar Humpen Wein ist ein Säufer bereit, sie zu unterhalten. Doch das Erlebnis, das er zum Besten gibt, entpuppt sich als derart lächerlich, dass es viel weniger den Heldenmut als das Nachdenken anregt. En miniature finden sich hier alle Elemente enthalten, die einen „richtigen“ Krieg ausmachen: die Unfähigkeit der Anführer, die unselige Rolle der Kirche, das Leid der Frauen, Feigheit neben Kampfeswut und grauenvolles Sterben, dumme Zufälle und noch dümmere Missverständnisse als Ursache dieser kollektiven geistigen Verwirrung, die die Menschen Krieg nennen. Sven Daubenmerkl hat eine Novelle ganz im Stil Anfang des 19. Jahrhunderts geschrieben - eine Novelle aber auch eine Farce. Sven Daubenmerkl, 1965 in Kemnath/Bayern geboren, lebt seit 1977 in Wels/Oberösterreich, war zunächst als Chemiker in der Grundlagenforschung tätig und arbeitet jetzt als Lehrer für Physik, Chemie und Deutsch in Gunskirchen.; mehrere Buchveröffentlichungen. Zuletzt erschien von ihm im Jahr 2000 im Mandelbaum Verlag der Physiker-Roman „Forscher Geist“.