Heinrich Eggerth , Peter Reutterer

Splitter und Gedichte. Lyrisches

Mi, 16.10.2002, 20 Uhr

Genre: Lesungen

Veranstalter: Salzburger Autorengruppe

Eintritt: Euro 6/4

Geheimrat Goethe und Co stiegen bei Vollmond aufs Pferd, preschten durch den Wald oder gingen nur so vor sich hin, um vom Anblick einer Blume betroffen zu sein. Emotionen, Erkenntnisse, Klänge kamen ihnen aus wunderbaren Landschaften zu. Wo werden Menschen aber heute berührt? Nicht selten inmitten der medialen Bilderwelt, die sie ständig umfließt. Kino denke ich dabei. … Demnach müßte im Kinosaal heute Lyrik aufzufinden sein. Entsprechend dieser Überlegung habe ich mich auf den rotgepolsterten Stühlen nach Gedichten umgesehen. (Peter Reutterer) Eine kleine Kostprobe aus „Der Filmgänger“: eyes wide shut story boards im Dreivierteltakt some blues some desire nach dem Joint will die Frau Logik der Mann Sex was in seinem Kopf vorgeht sollte eine klare Antwort … Heinrich Eggerths liest aus dem 2001 vom Österreichischen Literaturforum herausgegebenen Lyrikband „49 und 1 Gedicht“. Es kommt darauf an Mit Kleinigkeiten gebe ich mich nicht ab, aber mit dem Entrosten einer Schraube oder mit einer Silbe, die rücke ich hin und her. Heinrich Eggerth, geboren 1926 in Annaberg, Bezirk Lilienfeld. Ab 1954 unterrichtete er Geschichte und Englisch in Puchberg am Schneeberg, wo er heute noch lebt. Viele Buchveröffentlichungen, u.a. „Die Papierrose“ (1988), „Predigten gegen den Wind“ (1998). Zahlreiche Preise und Ehrungen, darunter der niederösterreichische Würdigungspreis für Literatur 1985. Peter Reutterer, geboren 1956 in Waidhofen/ Thaya, nach dem achten Lebensjahr Übersiedelung nach Salzburg. Er studierte Germanistik, Psychologie und Latein und lebt seit 1988 in Bergheim. Veröffentlichungen seit 1987. Einzelpublikationen bei Richard Pils (Bibliothek der Provinz): „Forsthaus“ (1997), „Lokalaugenschein“ (1998), „Der Filmgänger“ (edition aramo, 2002).