Birgit Müller-Wieland
Michael Forcher / Hans Höller / Jan Müller-Wieland

Ruhig Blut. Gedichte

Fr, 17.05.2002, 20 Uhr

Genre: Lesung & Musik

Veranstalter: Verein Literaturhaus

Eintritt: Euro 10/6

Begrüßung: Michael Forcher Einleitung: Hans Höller Klavier: Jan Müller-Wieland Alles ist möglich, im Gedicht. Und in den Gedichten, die Birgit Müller-Wieland in ihrem ersten Lyrikband versammelt, findet es sich wieder: Anarchisches und Gezähmtes, Leises und Polterndes, alte Formen, Experimentelles. Drei Zyklen umkreisen unterschiedliche Themen, suchen ihre Sprache. Einmal geht es um die Auseinandersetzung mit „Stein“ in seiner Materialität, aber auch, von einem assoziativen Netz zusammengehalten, um Kindheit, Natur und Tod; dann um Orte und Landschaften, vom Salzkammergut über Berlin, Prag, Lemberg bis nach Vietnam und Singapur. Der Liebe und dem Alltag ist der dritte Zyklus gewidmet. Und immer wieder die Elemente Wasser, Feuer, Luft und Erde, die den Texten bei aller Unterschiedlichkeit in Inhalt und Form eine poetische Klammer verleihen. Jedes Gedicht nimmt sich seinen eigenen Ton, seine eigene Bildlichkeit, seine Form. So können sich manche Gedichte nur im Reim entfalten, andere brauchen Ausdehnung in der freien Rede. Birgit Müller-Wieland, geboren 1962 in Schwanenstadt/ OÖ, lebt in Berlin. Studium der Germanistik und Psychologie in Salzburg. Journalistische, kulturpolitische, wissenschaftliche Tätigkeit. 1989-98 Vorstandsmitglied der Peter-Weiss-Gesellschaft. Veröffentlichung von Lyrik, Prosa, Essays, Kindergeschichten sowie Libretto nach Novelle von Hofmannsthal. Preise und Stipendien, zuletzt Adalbert-Stifter-Stipendium 2002. Im Innsbrucker Haymon Verlag erschien 1997 „Die Farbensucherin. Prosa“. Jan Müller-Wieland, geboren 1966 in Hamburg, lebt in Berlin. Kompositionsstudium u.a. in Köln bei Hans Werner Henze und in Boston. Stipendien und Preise. Aktuelle Aufführungen: „Eidola“ (für Klavier, zwei Reibebretter mit Zellkautschuk und Zuspielband, UA: 29.4.2002 Sendesaal des Bayerischen Rundfunks), „Nathans Tod“ (Oper nach George Tabori, Premiere: 14.5.2002 Maifestspiele Wiesbaden).