Lesego Rampolokeng

The Devil and the Saint

Mo, 12.10.1998, 20 Uhr

Genre: Literarische Rap-Performance (engl.)

Veranstalter: Südwind/ prolit/ SAG

Eintritt: 80,-/ 50,-

„Rap meint Sprache, meint den oralen Weg. Rap bannt die Worte nicht auf eine Seite. Rap ist Gefühl … Es ist die Sprache, die ich spreche. Sprache ist Power und Kommunikation … Mit Worten sprengt man Ordnungen.“ Aufgewachsen in Orlando West, einem der ältesten Townships Sowetos, aufgewachsen mit den Schüleraufständen der 70er Jahre und mit der Bewegung des Black Consciousness, hat Rampolokeng früh zur Sprache, zum Wort als Ausdruck wie als politischem Handeln gefunden, und schließlich zu seiner ganz eigenen subversiven poetischen Diktion. Ein city writer ist er, der seine Themen auf den Straßen findet und der den Reggae karibischer Dub-Poeten und die Raps aus den schwarzen Ghettos Amerikas ebenso verarbeitet hat wie die Straßenpoesie Sowotos und den Sprechgesang der seSotho Südafrikas. Politisch sind alle seine Texte, satirisch und sozialkritisch, ohne aber sich vereinnahmen zu lassen, eine literarische Provokation sind sie, die gewohnte Sichtweisen durchbricht – wider das Vergessen, wider die Oberflächlichkeit, wider den schönen Schein. Lesego Rampolokeng, geboren 1965 in Soweto, wo er als Lyriker, Sänger und Liedermacher lebt. Buchveröffentlichungen: Horns for Hondo (Johannisburg 1990) und Talking Rain (1993); CD: End Beginnings, Shifty Music 1993.