Georg B. Deutsch , Hans Weichselbaum

Andreas Latzko. Pazifist und Europäer aus der Donaumonarchie

Do, 01.03.2018, 10.30

Genre: Literaturfrühstück

Veranstalter: Literaturforum Leselampe

Eintritt: € 6/4

Andreas Latzko

Der Schriftsteller Andreas Latzko (1876-1943) entstammte einer großbürgerlichen Familie in Budapest. Er debütierte als ungarischer Theaterschriftsteller, übersiedelte aber bald nach Berlin und schrieb fortan auf Deutsch Theaterstücke und Romane. Nach weiten Reisen meldete er sich freiwillig zum Kriegsdienst, um als überzeugter Pazifist authentisch darüber schreiben zu können. 1916 todkrank als „Kriegszitterer“ entlassen, verfasste er in der Schweiz die beiden eindrucksvollen und erfolgreichen Antikriegsromane „Menschen im Krieg“ und „Friedensgericht“. Nach dem Krieg lebte er – so wie Stefan Zweig, den er in der Schweiz kennengelernt hatte – in Salzburg. Als Journalist und Romanschriftsteller tätig, übersiedelte er 1931 nach Amsterdam, wo er 1943 starb. 

Georg B. Deutsch beschäftigt sich besonders mit Soma Morgenstern und der österreichischen Exilliteratur. Er gab 2017 die von Latzkos Frau Stella Latzko-Otaroff fortgesetzte Teilautobiographie „Lebensfahrt“ erstmals auf Deutsch heraus (Verlag Frank & Timme, 2017 Berlin). Hans Weichselbaum leitet die Georg-Trakl-Forschungs- und Gedenkstätte in Salzburg und ist seit 1969 in verschiedenen Funktionen in der „Leselampe“ tätig. Er gab die beiden Antikriegsromane Latzkos „Menschen im Krieg“ und „Friedensgericht“ heraus (2014 bzw. 2015, Milena Verlag, Wien). 2018 erscheint der Briefwechsel Andreas Latzko – Stefan Zweig bei Frank & Timme, Berlin. Georg Deutsch und Hans Weichselbaum geben beim Literaturfrühstück, wie immer bei Kaffee und Kipferln so lange der Vorrat reicht, Einblicke in das Werk Andreas Latzkos.