Nicolas Mahler

Alice in Sussex – frei nach Lewis Carroll und H.C. Artmann

Mi, 14.09.2016 - Do, 22.12.2016

Genre: Jubiläumsausstellung: Graphic Novel

Veranstalter: Verein Literaturhaus

Eintritt: frei

Bekannt geworden ist Nicolas Mahler mit seinen Literatur-Adaptionen von „Alte Meister“ (Thomas Bernhard) und „Der Mann ohne Eigenschaften“ (Robert Musil). In seiner ersten Salzburger Ausstellung zeigt der österreichische Autor und Künstler jetzt Zeichnungen aus H.C. Artmanns „Frankenstein in Sussex“-Addition „Alice in  Sussex“ (Suhrkamp, 2013), in der er Motive von Lewis Carroll aufgreift, die wiederum Artmann bereits aufgegriffen hat und die Mahler weiterspinnt ... Außerdem sind in der Schau Arbeiten derselben Geschichte zu sehen, die Mahler für die FAZ als Tagesstrip neu gezeichnet hat, sowie Skizzenbücher und Filme.

Alice findet sich im Traumland wieder. Dort trifft sie auf das Kaninchen, das sie in seinen unterirdischen Bau führt, um dort nach einer illustrierten Ausgabe von Artmanns „Frankenstein in Sussex“ zu suchen. Hier begegnet Alice in verschiedenen Stockwerken des unterirdischen Hauses den bekannten Schöpfungen: der pfeiferauchenden Raupe, der grinsenden Katze, der Suppenschildkröte usw. Wiederholt werden von diesen Kreaturen die Schrecknisse der Kindheit und Jugend angesprochen. Als Alice, im Erdgeschoß des Hauses angekommen, auf Frankensteins Monster trifft, erwacht sie aus ihrem schrecklichen Traum.

Nicolas Mahler beweist mit seinem frechen Remix, „was das Medium Comic zu leisten imstande ist. Eine Einladung an alle Wunderländer – und solche, die es werden wollen.“ (Thomas Ballhausen, Skug Heft Nr. 95)

Nicolas Mahler, geboren 1969, lebt und arbeitet als Comiczeichner und Illustrator in Wien. Seine Comics und Cartoons erscheinen in Zeitungen und Magazinen wie Die Zeit, NZZ am Sonntag, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung und in der Titanic. Für sein umfangreiches Werk wurde er mehrfach ausgezeichnet, u.a. erhielt er den Max-und Moritz-Preis als „Bester deutschsprachiger Comic-Künstler“ und den Preis der Literaturhäuser. Zuletzt erschienen „Dachbodenfund“ (Gedichte), „Der Urknall“ und „Partyspaß mit Kant“ (alle 2015) sowie „Das kleine Einschlafbuch für Große“ (2016).


Öffnungszeiten: Mo bis Do von 10 bis 17 Uhr sowie bei Abendveranstaltungen im Literaturhaus (bei Veranstaltungen untertags eingeschränkter Zugang)