Vladimir Sorokin, Yaroslav Schwarzstein

Das Buch der Opritschniks

Do, 09.05.2019, 19.30 Uhr / Europa der Muttersprachen

Genre: Vernissage: Lesung & Gespräch (russisch/deutsch)

Veranstalter: Verein Literaturhaus

Eintritt: frei

Vladimir Sorokin gilt als bedeutendster zeitgenössischer Schriftsteller Russlands – und als einer der schärfsten Kritiker des politischen Machtsystems, wofür er Angriffen regimetreuer Gruppen ausgesetzt ist. Bei der Ausstellungseröffnung tritt er mit dem Künstler Yaroslav Schwarzstein auf. Fragen und Antworten geben außerdem der Sammler und Förderer Leonid Ogarev sowie der Kulturwissenschafter und Publizist Wladimir Velminski, der auch übersetzt.

Die Ausstellung zeigt das Kunstwerk „Das Buch der Opritschniks“. Thematisiert wird die Terror-Ordensbruderschaft der Opritschniks – basierend auf dem Sorokin-Roman „Der Tag des Opritschniks“ (dt. 2007, übersetzt von Andreas Tretner), der die Welt des russischen Mittelalters und eines neureichen Russlands des Jahres 2027 in eins setzt und so ein Psychogramm der Putin-Epoche zeichnet. „Das epochale Werk blickt ins Innere jenes schwarzen Knotens, der die Gesellschaft im Innersten zusammenhält, und es tut dies ebenso märchenhaft zeitlos wie hochaktuell.“ (FAZ)

Vladimir Sorokin, geboren 1955 in Bykovo bei Moskau. Bekannt wurde der Autor mit Romanen wie „Die Schlange“ (dt. 1990), „Marinas dreißigste Liebe“ (1991), „Die Herzen der Vier“ (1993) oder „Der himmelblaue Speck“, für den er 2002 in Russland wegen Pornografie angeklagt wurde. Er lebt in Moskau und Berlin.

Yaroslav Schwarzstein, geboren 1975 im russischen Tula, lebt in Hannover. Der Grafiker, Maler und Musiker entwickelte neben Zeichnungen zu Sorokins Buch „Pferdesuppe“ (2017) weitere Bildzyklen zu Novellen und Erzählungen des Autors. 2013 entstand die gemeinsame Arbeit „Das Buch der Opritschniks“.