Petros Markaris

Der Tod des Odysseus

Mo, 14.11.2016, 19.30 Uhr

Genre: Lesung & Gespräch

Veranstalter: Verein Literaturhaus

Eintritt: € 8 / 6 / 4

In seinem neuen Buch „Der Tod des Odysseus“ (Diogenes Verlag, 2016) gibt sich der große griechische Krimiautor Petros Markaris sehr persönlich. Der Band umfasst sieben Geschichten über Irrfahrer und Glückssucher in Griechenland, Deutschland und in der Türkei – aus dem Neugriechischen übersetzt von Michaela Prinzinger. Moderation: Gerhard Rettenegger.

Der alte Bettwarenhändler Odysseus hat niemanden mehr außer seinen Katzen. Als eine von ihnen stirbt, beschließt er, die übrigen ins Tierheim zu geben, Athen den Rücken zu kehren und seine letzten Lebensjahre in seiner geliebten Heimatstadt Istanbul zu verbringen. Doch als er dort ankommt, ist er nicht erwünscht.

Petros Markaris versetzt den Mythos von der Irrfahrt des Odysseus in unsere Zeit. Die vorliegenden Geschichten handeln von Menschen, die wie der antike Held in der Fremde unterwegs sind, viele Prüfungen zu bestehen haben, dem Sirenengesang der Hoffnung lauschen und brutalen Widersachern ausgesetzt sind. Doch nicht nur unterwegs, sondern auch in der Heimat lauert Gefahr. In zwei Fällen ermittelt Kostas Charitos in Athen und stellt erstaunt fest, dass die griechische Kulturszene von Neidern und Verbrechern durchdrungen ist. Wieder einmal beweist der Kommissar, dass finstere Zeiten nur mit Humor und Zusammenhalt zu überstehen sind.


Petros Markaris, geboren 1937 in Istanbul, lebt in Athen. Der Verfasser von Theaterstücken und Schöpfer einer Fernsehserie war Co-Autor von Theo Angelopoulos und hat deutsche Dramatiker wie Brecht und Goethe ins Griechische übertragen. Mit dem Schreiben von Kriminalromanen begann er erst Mitte der neunziger Jahre und wurde damit international erfolgreich. Er hat zahlreiche europäische Preise gewonnen, den Raymond Chandler Award 2011, den Fregene Prize 2012, den Premi Pepe Carvalho 2012 sowie den Prix du Polar européen 2013.