Margherita Giacobino

Familienbild mit dickem Kind

Mo, 03.10.2016, 19.30 Uhr

Genre: Lesung & Gespräch (deutsch/italienisch)

Veranstalter: Verein Literaturhaus, Società Dante Alighieri, Frauenbüro der Stadt Salzburg

Eintritt: € 8/6/4

Margherita Giacobino erregte unter dem Pseudonym Elinor Rigby mit ihrem ersten Buch „Un‘americana a Parigi“ (1993) für Aufsehen, niemand kannte diese­ jüdisch-amerikanische Schriftstellerin und feministische Aktivistin. Die Turiner Zeitung „La Stampa“ enthüllte schließlich das Geheimnis. Seitdem sind von der Autorin, Journalistin und Regisseurin etliche Erzählungen, Essays und Romane erschienen. Jetzt kommt ihr jüngster Roman „Ritratto di famiglia con bambina grassa“ auf Deutsch unter dem Titel „Familienbild mit dickem Kind“ (Verlag Kunstmann, 2016) heraus, übersetzt von Maja Pflug. Die Autorin liest erstmals in Salzburg, deutsche Lesung: Ulrike Arp. Moderation und Übersetzung: Ines Schütz und Giorgio Simonetto.

Über ein Jahrhundert umspannt Margherita Giacobinos persönliche Familiensaga, in der sie die Ränder der großen Geschichte erkundet und vor allem den Frauen ein Denkmal setzt. Es ist eine Geschichte von bitterer Armut und harter Arbeit, eine Geschichte von Auswanderung und Wanderarbeit, von der Kriegsgefangenschaft des Vaters im fernen Deutschland, aber auch die Geschichte des ökonomischen Wandels und einer allmählichen Emanzipation der Frauen.

Margherita Giacobino, geboren 1952 in Turin, wo sie als Autorin, Übersetzerin und Regisseurin lebt. Sie übersetzte u.a. Werke von Emily Brontë und Gustave Flaubert ins Italienische. Auf Deutsch wurde sie vor allem mit ihrem Roman „Hausfrauen in der Hölle“ (1997) und der literarischen Travestie „Elinor Rigby – Eine Amerikanerin in Paris“ (1994) bekannt.