Erich Hackl

Geschichte. Erzählen

Fr, 01.04.2016, 21.30 Uhr / Gasthof Grimming, Rauris

Genre: Lesung & Gespräch

Veranstalter: Rauriser Literaturtage, Verein Literaturhaus

Eintritt: frei

Moderation: Tomas Friedmann

„Geschichte.Erzählen“ – das Thema der diesjährigen Rauriser Literaturtage könnte auch als Motto über dem Gesamtwerk des großen Chronisten und Dokumentaristen Erich Hackl stehen. Ob er sich mit den Februarkämpfen in Österreich, dem Spanischen Bürgerkrieg, dem Nationalsozialismus oder den Diktaturen in Lateinamerika auseinandersetzt, stets sind seine Erzählungen, Geschichten, Berichte und Romane getrieben von der Suche nach Wahrheit, einer Wahrheit, die sich den Leserinnen und Lesern als stimmige, glaubwürdige Geschichte in minutiös recherchiertem historischem Rahmen präsentiert: Genau so könnte es gewesen sein.

Seit den ersten Erzählungen „Auroras Anlaß“ (1987) und „Abschied von Sidonie“ (1989), die längst Schullektüre sind, meistert er ein ums andere Mal den Spagat, dokumentarische Genauigkeit und literarische Imagination formal auszubalancieren: eine unnachahmliche Symbiose von Fakten und Fiktion, die Hackls gesamtes Werk charakterisiert. „Einen unermüdlicher Kämpfer für das Bewusstsein für Zeitgeschichte“ nennt Barbara Mader den Autor im „Kurier“, und auf Spiegel online bezeichnet Tobias Becker ihn als „großen Empathiker der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur; er schreibt nicht nur für seine Leser, sondern stets auch für die Menschen, über die er schreibt.“
 

Erich Hackl, 1954 in Steyr geboren, lebt als Schriftsteller, Übersetzer und Herausgeber in Wien und Madrid. Zuletzt erschien im Diogenes Verlag „Drei tränenlose Geschichten“ (2014). Er wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Solothurner Literaturpreis (2002), dem Ehrenpreis des österreichischen Buchhandels für Toleranz in Denken und Handeln (2004) und dem Staatspreis für literarische Übersetzung (2014).