Reinhard P. Gruber

Steirerblut ist kein Himbeersaft

Do, 21.01.2016, 19.30 Uhr

Genre: Literarisch-musikalischer Steirerabend

Veranstalter: Verein Literaturhaus

Eintritt: € 10/8/6

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„die steiermark zerfällt aus zufälligkeit, österreich aus notwendigkeit. die resistenz der teile ermöglicht die labilität des ganzen. das ganze existiert nur als labiles ganzes. steiermark, das ist resistenz. österreich, das ist labilität.“
Wer kennt nicht das steirische Kultbuch von Reinhard P. Gruber?! Der sarkastische Anti-Heimatroman „Aus dem Leben Hödlmosers“ erschien erstmals 1973, wurde nachgedruckt und ist bis heute unerreicht steirisch – wie „Das Schilcher-ABC“ (1988), in dem sich der Autor ironisch mit seiner weststeirischen Heimat auseinandersetzt.

Der Abend „Steirerblut ist kein Himbersaft“ beschäftigt sich u.a. mit dem „Hödlmoser“ und bietet einen humorvollen Querschnitt durch das literarische Schaffen des Autors, Kochs und Wein-Kenners, der selbst liest – musikalisch begleitet, kommentiert und ergänzt vom Duo LaWuZwio: Alfred Lang (Trompete, Flügelhorn, Kazoo, Stimme) und Christoph Wundrak (Baritonhorn, Tuba, Zugtrompete, Komposition/Arrangements).

Ursprünglich aus Freude am „freien“ Musizieren entstanden, stellt bei diesem Programm die Musik einen starken Bezug zur steirisch-alpenländischen Tradition her, die augenzwinkernd in die experimentierfreudige, jazzig-rockig-bluesige Basis des Duos einfließt.

Reinhard P. Gruber, geboren am 20. Jänner 1947 in Fohnsdorf/Stmk. Stammt aus dem Arbeitermilieu, studierte Theologie und gründete die Literaturzeitschrift „Frischfleisch“. Als Redakteur der Steirerkrone (vorrangig für Theater- und Literaturkritiken) verfasste er humoristische Glossen, nach dem Hödlmoser-Durchbruch schrieb er Romane, Hörspiele, Theaterstücke, Gedichte, Kurzprosa, Essays, Kinder- und Drehbücher, Musicals und Aphorismen. Er gründete den „Stainzer Literatursommer“ und wurde vom Österreichischen Weininstitut mit dem „Bacchus-Preis“ für besondere Verdienste um den Schilcher ausgezeichnet.