Andrej Kurkow , Maria Matios

Ukraine: Zwischen Tragödie und Komödie

Di, 17.11.2015, 19.30 Uhr

Genre: Lesung & Gespräch (russ./ukrain./dt.)

Veranstalter: Verein Literaturhaus

Eintritt: € 8/6/4

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Andrej Kurkow und Maria Matios zählen zu den bekanntesten ukrainischen Autoren. Jetzt kommen sie wieder ins Literaturhaus, um ihre neuen Romane – beide 2015 im Innsbrucker Haymon Verlag erschienen – vorzustellen. Moderation: Mariya Donska und Tomas Friedmann. Deutsche Lesung: Bernadette Heidegger.

Die Bücher von Andrej Kurkow zeichnet ein ironisch-liebevoller Blick auf das absurde Leben in der postsowjetischen Gesellschaft aus. In seinem jüngsten Roman „Die Kugel auf dem Weg zum Helden“ – zugleich Abschluss der Trilogie „Geografie eines einzelnen Schusses“ – beschreibt er unterhaltsam-leichtfüßig die Aufbaujahre nach dem Krieg in einer fantastisch-skurrilen UdSSR, berichtet von geplatzten Träumen, unbeugsamen Menschen und großen Abenteuern.

Maria Matios erzählt in ihrem jüngsten Roman „Mitternachtsblüte“ von den tragischen Geschehnissen in der Ukraine während des Zweiten Weltkriegs. In einem abgeschiedenen Dorf in der Bukowina lebt die junge Epileptikerin Iwanka in ihrer eigenen Fantasiewelt. Als die „roten Kommissare“ einmarschieren (und bald darauf Deutsche und Rumänen), ist das friedliche Leben vorbei; Menschen werden deportiert, die jüdischen Bewohner bangen um ihre Zukunft.

Andrej Kurkow, geboren 1961 in St. Petersburg, lebt in Kiew; er spricht elf Sprachen, arbeitet für Radio und TV. Zuletzt erschien sein „Ukrainisches Tagebuch. Aufzeichnungen aus dem Herzen des Protests“ (2014).

Maria Matios, geboren 1959 in Rostoky (Bukowina), lebt und arbeitet in Kiew. Ihr Werk ist in viele Sprachen übersetzt, der Roman „Darina, die Süße“ (dt. 2013) wurde mehrfach ausgezeichnet.