Valerie Fritsch , Sandra Gugic , Marlen Schachinger , Bernhard Strobel

Neue Bücher österreichischer Autoren

Do, 07.05.2015, 19.30 Uhr

Genre: Lesungen

Veranstalter: Verein Literaturhaus

Eintritt: € 8/6/4

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2015 scheint ein gutes Jahr für neue Bücher österreichischer Autorinnen und Autoren zu sein – vier, die von der Brüchigkeit der Welt erzählen, wurden eingeladen. Moderation: Ines Schütz und Tomas Friedmann.

Valerie Fritsch hat ihren zweiten Roman ver­öffentlicht. „Winters Garten“ (Suhrkamp Verlag) ist der Sehnsuchtsort, an den der Vogelzüchter Anton mit seiner Frau aus der Stadt zurückkehrt. Sprachmächtig  erzählt die 25jährige Grazerin von zwei Menschen, die sich ineinander ver­lieben, während die Welt aus den Fugen gerät.

Sandra Gugic pendelt zwischen Wien und Berlin. In ihrem erstaunlichen Debüt „Astronauten“ (C.H. Beck) verwebt die 38jährige Geschichten sechs unterschiedlicher Menschen poetisch miteinander: die Schulfreunde Darko und Zeno, das Mädchen Mara, der Taxifahrer Alen, der Polizist Niko, und der Kleinkriminelle Alex. Einen Sommer lang finden und verlieren sie sich.

Marlen Schachinger beschäftigt sich mit femini­stischer Literatur. Im neuen Roman „Albors Asche“ (Otto Müller) schüttelt die 44jährige Oberösterreicherin den Undine-Stoff kräftig durch. Als eine Fremde in die leerstehende Kirche einzieht, verändert sich die Kleinstadt Albor, Männer belagern die rothaarige Nixe, Frauen streuen Gerüchte – beobachtet vom Chronisten Valerian aus seinem Zimmer.

Bernhard Strobel erzählt auch im neuen Band „Ein dünner Faden“ (Droschl) von menschlichen Katastrophen als Stillleben. Die schweigsamen Helden seiner Geschichten leben genervt und gar nicht idyllisch in kleinen Häusern mit Garten, Garage, Nachbarn und Kindern. Der 32jährige Autor zeigt sich als Meister des Weglassens.