Publikationen

Im Literaturhaus Salzburg entstehen – erarbeitet von verschiedenen Institutionen und Personen – regelmäßig Publikationen: Literaturzeitschriften, Bücher, Bild- und Tonträger, Programmhefte etc.
 

Die Literaturzeitschrift SALZ erschien erstmals 1975 – zuerst als Beilage der "Theaternachrichten" des Salzburger Landestheaters und seit 1988 als selbstständige Literaturzeitung herausgegeben vom Verein Salzburger Literaturforum Leselampe, der seit 1991 im Literaturhaus beheimatet ist. Für den Inhalt der vierteljährlichen Publikationen – Lyrik, Prosa, Essays etc. mit Fokus auf österreichische Gegenwartsliteratur und Texte aus Salzburg – ist ein siebenköpfiges Redaktionsteam verantwortlich, aktuell sind das Barbara Stasta (Koordination), Christa Gürtler, Fritz Popp, Ines Schütz, Anton Thuswaldner, Sarah Kraushaar und Hans Weichselbaum. Jedes Jahr erscheint ein Themenheft zu den Rauriser Literaturtagen, ein anderes Heft mit dem Titel "Nahaufnahmen" beschäftigt sich mit Texten Salzburger Autoren.
 

Die halbjährlich erscheinende Literaturzeitschrift EROSTEPOST entstand – genauso wie die gleichnamige Literaturgruppe – aus einem Literaturstammtisch Mitte der 1980er Jahre in der Stadt Salzburg. Ziel war und ist, Texte junger und noch unbekannter Autor/inn/en zu veröffentlichen. Zunächst wurden fast ausschließlich Prosa, Lyrik etc. der Gruppenmitglieder publiziert, bald wurden auch andere Schriftsteller in die Zeitung aufgenommen. Mit der Übersiedlung von erostepost in das Literaturhaus 1991 löste sich die Gruppe auf, ab dann wurden die Literaturfirma (später Verein) sowie die gleichnamige Zeitschrift ausschließlich von Kurt Wölflingseder und Dirk Ofner (nach dessen Tod von Peter Baier-Kreiner) betrieben. Einmal pro Jahr wird ein Literaturpreis vergeben, die prämierten Texte werden in der Zeitschrift veröffentlicht.
 

Die EDITION EIZENBERGERHOF (vormals Edition Prolit) wird seit 1992 vom Verein und Kleinverlag Prolit (gegründet 1988) herausgegeben. Unter diesem Namen erschien einst auch eine Literaturzeitschrift. Die Edition Eizenbergerhof präsentiert zeitgenössische österreichische Literatur ohne Gattungsbeschränkung: Theaterstücke, Lyrik, Prosa und Essays. Der Kleinverlag unterstützt die Vermittlung von Salzburger Literatur in Anthologien sowie auf Print- und Tonträgern. Die Edition bietet ebenso jener Literatur ein Forum, die am Rande des etablierten Literaturbetriebs steht und verbindet literarische mit sozial-integrativen Projekten. Verantwortlich für Verein und Verlag – seit 1991 ebenfalls im Literaturhaus daheim – sind Petra Nagenkögel und Peter Blaikner.
 

Die Salzburger AutorInnen-Gruppe (SAG) gibt es seit 1981, seit 1991 hat der Verein sein Büro im Literaturhaus. Neben veschiedenen Aktivitäten werden immer wieder Publikationen herausgegeben, z.B. die Videoanthologie "da schau hör"  (verfilmte Texte Salzburger Autoren, 1995), die Anthologien "Querzulesen" (1997), "Wie es eben so ist, ohne Harfe" (2005) und "Ohne Ablaufdatum. 30 Jahre Salzburger Autorengruppe" (2011).
 

Auch der Trägerverein Salzburger Literaturhaus Eizenbergerhof engagiert sich immer wieder bei Publikationen, z.B. als Motor des Buchs "salzburger literatouren. literarische wege durch stadt und land" (2001), als Herausgeber der Doppel-CD "best of literaturhaus" (mit Texten bedeutender deutschsprachiger Autoren, 2001 und 2005), des Bandes "Literaturhaus Salzburg. Die Geschichte des Eizenbergerhofs seit 1600" (2012) und des Buches "25 Jahre Literaturhaus Salzburg" (2016) sowie als Mitinitiator der Reiseessay-Anthologie "mitSprache unterwegs" (2010) und der DVD-Anthologie "mitSprache: Reden österreichischer Autoren zur Situation" (2013).

Gemeinsam mit dem Netzwerk der Literaturhäuser (Deutschland, Österreich, Schweiz) wurden mehrere Publikationen angeregt und organisiert, z.B. im Wallstein-Verlag die beiden Horen-Bände "August 1914. Autoren blicken auf die Städe Europas" (2014) und "Fragile. Europäische Korrespondenzen" (2017) – mehrmonatige Tandem-Briefwechsel von insgesamt 28 Autoren über Europa wie z.B. Karl-Markus Gauß/Dzevad Karahasan  und Kathrin Röggla/A.L. Kennedy. Das Projekt ist auch online nachzulesen: fragile-europe.net